Pallade Veneta - Deutsche Bank: Aktionärsvertreter kritisieren höhere Aufsichtsratvergütung

Deutsche Bank: Aktionärsvertreter kritisieren höhere Aufsichtsratvergütung


Deutsche Bank: Aktionärsvertreter kritisieren höhere Aufsichtsratvergütung
Deutsche Bank: Aktionärsvertreter kritisieren höhere Aufsichtsratvergütung / Foto: Hannes P. Albert - AFP

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank haben Aktionärsvertreter am Donnerstag die geplante höhere Vergütung für Mitglieder des Aufsichtsrats kritisiert. Alexanda Annecke von Union Investment und Andreas Thomae von Deka Investment nannten die Erhöhung um 47 Prozent auf insgesamt 1,4 Millionen Euro für Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts zu hoch. Das sende ein "falsches Signal in die Bank und an die Öffentlichkeit", sagte Thomae.

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Die Bank will ihre Satzung ändern: Die Grundvergütung der Aufsichtsräte soll auf 350.000 Euro angehoben werden, für den Vorsitzenden auf 1,15 Millionen Euro. Regeln zur Begrenzung für Extra-Zahlungen für die Leitung von Aufsichtsratsausschüssen sollen wegfallen, sie soll künftig 100.000 oder 150.000 Euro betragen.

Annecke hatte dem "Handelsblatt" kürzlich gesagt, die Erhöhung der Basisvergütung sei "okay, nachdem sie sehr lange nicht erhöht wurde". Die vollständige Aufhebung der Deckelung der Ausschussvergütung aber "geht uns zu weit".

Die Bank argumentiert laut dem Bericht, die aktuelle Vergütung des Aufsichtsrats sei international nicht mehr wettbewerbsfähig. Auch sei der Zeitaufwand für das Amt hoch. Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts ist Niederländer. Die Aktionärsvertreter Annecke und Thomae kündigten am Donnerstag an, dagegen zu stimmen.

Protest gab es am Rande der Hauptversammlung - der ersten in Präsenz seit fünf Jahren: Rund 200 Menschen demonstrierten nach Angaben eines AFP-Reporters für eine kräftige Lohnerhöhung für Beschäftigte der Deutsche-Bank-Tochter Postbank. Die Gewerkschaft Verdi will in den laufenden Tarifverhandlungen acht Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro monatlich mehr durchsetzen. Sie verweist auf die "Rekordgewinne" der Bank - davon dürften nicht nur die Aktionäre profitieren.

Für die Bilanz des vergangenen Jahres gab es Lob von den Aktionärsvertretern. Die Deutsche Bank hatte 2025 einen Rekordgewinn vor Steuern von 9,7 Milliarden Euro erzielt. Bank-Chef Christian Sewing kündigte auf der Hauptversammlung an, das Institut wolle in die Offensive gehen. Eine Eigenkapitalrente von 13 Prozent sei die Untergrenze. Der Wert gibt an, wie effizient eine Bank das Kapital zur Gewinnerzielung einsetzt.

Anlegerinnen und Anleger sind bislang allerdings skeptisch. Seit Beginn des Jahres fiel der Kurs der Bank um 14 Prozent.

F.Amato--PV

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