Pallade Veneta - Russische Schattenflotte: Kapitän in Frankreich aus Gewahrsam entlassen

Russische Schattenflotte: Kapitän in Frankreich aus Gewahrsam entlassen


Russische Schattenflotte: Kapitän in Frankreich aus Gewahrsam entlassen
Russische Schattenflotte: Kapitän in Frankreich aus Gewahrsam entlassen / Foto: Handout - Marine Nationale/AFP/Archiv

Der Kapitän eines mutmaßlich zur russischen Schattenflotte zählenden Tankers ist in Frankreich aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den russischen Staatsbürger würden jedoch fortgesetzt, erklärte der Staatsanwalt Stéphane Kellenberger am Donnerstag in Brest.

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Der am Sonntag von der französischen Marine aufgebrachte Frachter "Tagor" bleibe vorerst in der Bucht von Douarnenez vor der Küste der Bretagne. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen Fahrens unter falscher Flagge und wegen der Weigerung des Kapitäns, Aufforderungen der französischen Marine nachzukommen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Kapitän und dem Schiffseigner, der noch ermittelt wird, eine Strafe in Höhe von 150.000 Euro.

Die französische Marine hatte den Frachter in internationalen Gewässern etwa 700 Kilometer vor der französischen Küste kontrolliert, weil Verdacht auf eine falsche Beflaggung bestand. Es ist die vierte Aktion dieser Art der französischen Marine gegen die sogenannte russische Schattenflotte. Der Kreml sprach von einer "illegalen Aktion, die an internationale Piraterie grenzt".

Das Schiff war unter kamerunischer Flagge vom russischen Murmansk Richtung Kamerun unterwegs. Die Montego-Bay-Konvention erlaubt bei Verdacht auf eine falsche Flagge die Kontrolle eines Frachters auf Hoher See.

Der Tanker steht unter Verdacht, unter Umgehung der internationalen Sanktionen russisches oder iranisches Öl zu transportieren. Zum Zeitpunkt seiner Kontrolle durch die französische Marine war der Tanker nahezu leer gewesen.

Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen umgeht Russland nach Erkenntnissen westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1000 Schiffe zur Schattenflotte.

H.Lagomarsino--PV

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