Pallade Veneta - Epstein-Skandal: Bill Gates im US-Kongress befragt

Epstein-Skandal: Bill Gates im US-Kongress befragt


Epstein-Skandal: Bill Gates im US-Kongress befragt
Epstein-Skandal: Bill Gates im US-Kongress befragt / Foto: Kent NISHIMURA - AFP

Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat sich nun auch Microsoft-Gründer Bill Gates Fragen von Abgeordneten stellen müssen. Gates folgte am Mittwoch in Washington einer Vorladung vor den Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses. "Ich hoffe, dass meine Aussage der wichtigen Arbeit des Ausschusses hilft, Gerechtigkeit für die Opfer zu finden", sagte der 70-Jährige bei seinem Eintreffen im Kapitol.

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In den zuletzt veröffentlichten Epstein-Akten war neben vielen anderen Prominenten auch Gates' Name aufgetaucht. Die Dokumente enthielten den Entwurf einer E-Mail, in der Epstein von angeblichen Affären des Microsoft-Gründers spricht.

Der Sexualstraftäter schrieb darin, er habe dem Milliardär geholfen, "Medikamente zu besorgen, um die Folgen von Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen". Gates gab daraufhin Affären mit zwei russischen Frauen zu. Er bestritt aber, von den Verbrechen Epsteins gewusst oder sich daran beteiligt zu haben.

Der gut vernetzte Finanzinvestor Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft musste er jedoch nur 13 Monate Haft absitzen.

Im Jahr 2019 wurde Epstein wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Einen Monat später wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Die Anhörung von Gates im Repräsentantenhaus fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Protokoll dürfte in einigen Tagen veröffentlicht werden. In den vergangenen Wochen hatte der Ausschuss unter anderem den früheren Präsidenten Bill Clinton und seine Frau Hillary befragt.

U.Paccione--PV

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