Pallade Veneta - Ukrainisches Akw Saporischschja wieder ans Netz gegangen

Ukrainisches Akw Saporischschja wieder ans Netz gegangen


Ukrainisches Akw Saporischschja wieder ans Netz gegangen
Ukrainisches Akw Saporischschja wieder ans Netz gegangen / Foto: Anatolii Stepanov - AFP/Archiv

Fast drei Tage nach einem Verlust der externen Stromversorgung durch einen Angriff ist das russisch kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine wieder ans Netz gegangen. Der Strom sei nach Reparaturen an einer Notstromleitung während einer lokalen Feuerpause wiederhergestellt worden, erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien am Samstag im Onlinedienst X.

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Der mittlerweile 19. Verlust der externen Stromversorgung des Kraftwerks seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 war am Mittwoch durch einen Angriff auf ein Umspannwerk ausgelöst worden. Während des Ausfalls der externen Stromversorgung musste das Akw der IAEA zufolge auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen, um die Kühlung seiner Reaktoren aufrechtzuerhalten.

"Mit einer Dauer von fast drei Tagen war dies einer der längsten derartigen Stromausfälle an der Anlage und unterstreicht die extreme Fragilität des Stromnetzes", erklärte die IAEA. Es sei kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden und die Strahlungswerte seien normal geblieben.

Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte Europas. Es befindet sich seit März 2022 in russischer Hand und liegt nahe der Front. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, die Anlage braucht jedoch weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme.

Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 haben sich beide Seiten wiederholt vorgeworfen, mit Angriffen auf das Kraftwerk eine Atomkatastrophe zu riskieren. Ende Mai hatte eine Drohne die Wand eines Turbinengebäudes des Kraftwerks beschädigt. Laut IAEA wurde keine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt.

H.Ercolani--PV

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