Pallade Veneta - Schwächelnde Wirtschaft lindert Fachkräftemangel - Bedarf bleibt aber weiter groß

Schwächelnde Wirtschaft lindert Fachkräftemangel - Bedarf bleibt aber weiter groß


Schwächelnde Wirtschaft lindert Fachkräftemangel - Bedarf bleibt aber weiter groß
Schwächelnde Wirtschaft lindert Fachkräftemangel - Bedarf bleibt aber weiter groß / Foto: RONNY HARTMANN - AFP

Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich nach Angaben der staatlichen Förderbank KfW entspannt - dennoch fehlen weiterhin Fachkräfte. Vor allem die Bauwirtschaft, viele Dienstleistungsbranchen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) litten "nach wie vor stark unter Engpässen", teilte die KfW am Dienstag mit. Besserung beim Fachkräftemangel gibt es demnach vor allem dort, wo die Wirtschaft schwächelt.

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So hätten in der Industrie zu Beginn des zweiten Quartals nur noch 14 Prozent der Unternehmen von Engpässen berichtet, nach einem Höchststand von 44,5 Prozent im dritten Quartal 2022, erklärte die KfW. Viele Firmen kämpften mit schwacher Nachfrage, hohen Energiekosten und internationalem Wettbewerbsdruck und stellten deshalb weniger ein, erläuterte die Förderbank. "Dadurch geht der Fachkräftemangel zurück, obwohl sich das strukturelle Angebot an Fachkräften kaum verbessert hat."

Weiterhin angespannt ist die Lage demnach unter anderem in der Rechts- und Steuerberatung, im Verkehrssektor, in der Gastronomie sowie bei Architektur- und Ingenieurbüros und der Gebäude- und Gartenbetreuung. Im Bauhauptgewerbe - einem Bereich, in dem öffentliche Investitionen in Straßen, Schienen, Rohrleitungen oder Kabelnetze die Nachfrage stabilisieren - meldete nach KfW-Angaben zuletzt knapp ein Drittel der Betriebe Einschränkungen durch fehlende Fachkräfte.

"Der Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen hat etwas nachgelassen. Leider ist das allerdings vor allem auf die anhaltende Wirtschaftsschwäche zurückzuführen", erklärte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. Der Fachkräftemangel werde "voraussichtlich wieder anziehen, wenn die konjunkturelle Lage sich bessert".

Wichtig sei es daher, "bei der Umsetzung von Gegenmaßnahmen nicht nachzulassen", mahnte Schumacher. "Junge Menschen sollten für Mangelberufe begeistert werden." Zudem seien lebenslange Weiterbildung, die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie Fachkräfteeinwanderung "weitere wichtige Bausteine, um den Arbeitsmarkt dauerhaft zu entlasten".

A.dCosmo--PV

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