Pallade Veneta - Presse: Trumps Ballsaal wird deutlich teurer und belastet Steuerzahler

Presse: Trumps Ballsaal wird deutlich teurer und belastet Steuerzahler


Presse: Trumps Ballsaal wird deutlich teurer und belastet Steuerzahler
Presse: Trumps Ballsaal wird deutlich teurer und belastet Steuerzahler / Foto: Mandel NGAN - AFP/Archiv

Der umstrittene Ballsaal von US-Präsident Donald Trump neben dem Weißen Haus wird laut einem Pressebericht deutlich teurer als bisher bekannt und dürfte die Steuerzahler deutlich belasten. Die "Washington Post" berichtete am Dienstag, die Baufirma beziffere die Kosten inzwischen auf 600 Millionen Dollar (517 Millionen Euro) - drei Mal so viel wie von Trump ursprünglich angegeben.

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Der Präsident - selbst Immobilienunternehmer - hatte behauptet, das Projekt sei für die Steuerzahler kostenfrei und werde vollständig durch ihn selbst und Sponsoren finanziert. Laut dem Pressebericht geht aus Unterlagen der Baufirma Clark Construction vom März aber hervor, dass die Trump-Regierung die Hälfte der 600 Millionen Dollar aus Steuermitteln begleichen will.

Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte auf Anfrage der "Washington Post": "Präsident Trump und großzügige amerikanische Patrioten finanzieren den Ballsaal mit rund 400 Millionen Dollar, wodurch ein sicherer und angemessener Veranstaltungsort für Präsidenten für kommende Generationen geschaffen wird." Zu Fragen nach Steuermitteln und den mutmaßlich steigenden Kosten nahm der Sprecher keine Stellung.

Trump hatte den gesamten historischen Ostflügel des Weißen Hauses im Oktober überraschend abreißen lassen, um Platz für den Ballsaal zu schaffen. Dieser soll nach dem Willen des Rechtspopulisten mit viel Gold, Marmor, Stuck und üppigen Lüstern ausgestaltet werden und Platz für 1000 Gäste bieten.

Später kam heraus, dass der bereits existierende Präsidenten-Schutzraum unter dem früheren Ostflügel zugleich zu einem modernen Bunker ausgebaut wird - über diesem soll der Ballsaal errichtet werden. Bei den Haushaltswächtern im Kongress gab es daraufhin Unmut, weil für den Steuerzahler Kosten von einer Milliarde Dollar alleine zur Absicherung des Baus entstehen.

Der Ballsaal beschäftigt zudem Gerichte: Trump hat Berufung gegen ein Richter-Urteil eingelegt, das den Ballsaal-Bau im März gestoppt hatte, nachdem Denkmalschützer scharfe Kritik geübt hatten. Der Richter gab allerdings grünes Licht für den Weiterbau des Bunkers. Der Fall könnte letztlich vor dem Obersten US-Gericht landen.

A.Rispoli--PV

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