Pallade Veneta - Störung des digitalen Bahnfunks legt Zugverkehr in ganz Deutschland lahm

Störung des digitalen Bahnfunks legt Zugverkehr in ganz Deutschland lahm


Störung des digitalen Bahnfunks legt Zugverkehr in ganz Deutschland lahm
Störung des digitalen Bahnfunks legt Zugverkehr in ganz Deutschland lahm / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Aufgrund einer bundesweiten Störung des digitalen Bahnfunks ist der Zugverkehr in ganz Deutschland derzeit lahmgelegt. "Kein Bahnbetrieb bundesweit", teilte die Deutsche Bahn mit. Die Ursache der Störung sei inzwischen identifiziert, "die Kolleginnen und Kollegen arbeiten intensiv an einer Lösung", hieß es am frühen Mittwochmorgen auf der Internetseite des Konzerns. Das private Bahnunternehmen Metronom rechnete nicht mehr mit einer Normalisierung des bundesweiten Zugverkehrs im Laufe der Nacht.

Textgröße ändern:

"Aufgrund bundesweiter Störung des digitalen Bahnfunks GSMR werden alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten", teilte die Deutsche Bahn mit. Sie kündigte an, Taxi- und Hotelgutscheine an die Reisenden ausgeben. "Dort, wo es möglich ist, werden Aufenthaltszüge zur Verfügung gestellt." Auch die S-Bahn in der Hauptstadt Berlin war von der Störung betroffen. Fahrgäste waren angehalten, in die U-Bahn umzusteigen.

"Alle Züge stehen still und wir rechnen damit, dass heute Nacht nichts mehr fährt", sagte auch der Sprecher des privaten Bahnunternehmens Metronom, Simon Märtens, der Nachrichtenagentur AFP. Das Unternehmen rät Kunden, sich nach alternativen Fortbewegungsmitteln umzusehen.

Ein Zugbegleiter eines ICE, der auf der Strecke zwischen Frankfurt am Main und Berlin in Würzburg zum Stehen kam, sagte der Nachrichtenagentur AFP, eine Störung in dem Ausmaß habe er in seiner 20-jährigen Laufbahn bei der Bahn nicht erlebt. "Dass es mal passiert," das komme vor - "aber nicht deutschlandweit", betonte der Bahn-Mitarbeiter.

Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla sagte der "Bild"-Zeitung nach Auftreten der Störung am Dienstagabend: "Wir versuchen jetzt, die Züge in die Bahnhöfe zu bekommen, damit die Reisenden aussteigen können. Und dann müssen wir das Problem, das wir noch nicht kennen, beheben." Die Zeitung meldete unter Verweis auf Sicherheitskreise, dass ein Software-Update der Auslöser gewesen sein könnte - die Bahn bestätigte dies laut "Bild" aber nicht.

Bei dem von der Störung betroffenen digitalen Bahnfunk GSMR handelt es sich laut Metronom um ein zentrales Kommunikationsmittel zwischen den Lokführern im Zug und den Fahrdienstleitern auf den Stellwerken des Netzbetreibers DB InfraGO AG. Der Ausfall dieses Systems stelle "ein immenses Sicherheitsproblem" für den Zugbetrieb dar.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Textgröße ändern: