Pallade Veneta - Starker Anstieg der Preise für Baumaterialien wegen Iran-Kriegs

Starker Anstieg der Preise für Baumaterialien wegen Iran-Kriegs


Starker Anstieg der Preise für Baumaterialien wegen Iran-Kriegs
Starker Anstieg der Preise für Baumaterialien wegen Iran-Kriegs / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Preise für Baumaterialien sind infolge der hohen Ölpreise wegen des Iran-Kriegs stark gestiegen. Bitumen auf Erdölbasis etwa, das unter anderem im Straßenbau und zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten verwendet wird, kostete im Mai 31,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch Glas-, Holz- und Metallprodukte verteuerten sich demnach deutlich.

Textgröße ändern:

Dachlatten waren 11,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, Bauschnittholz 11,4 Prozent und Konstruktionsvollholz 7,5 Prozent. Bei Flachglas, das für Fenster, Glastüren oder -wände verwendet wird, betrug der Preisanstieg 15,4 Prozent. Kaltgewalzte Bleche waren zuletzt 9,9 Prozent teurer, andere Metallprodukte wie Betonstahl oder Rohre aus Eisen oder Stahl verteuerten sich weniger stark.

Auch bei vielen Kunststoffmaterialien, etwa für Fenster- und Türverkleidungen oder Badewannen und Duschen, und mineralischen Baustoffen wie Kalk und Bausand stiegen die Preise stärker als die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte insgesamt. Unterdurchschnittlich verteuerten sich hingegen Dachziegel aus keramischen Stoffen und Zement.

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 waren die Baukosten ebenfalls massiv angestiegen. Dies war ein wichtiger Faktor dafür, dass der Wohnungsbau sich massiv verlangsamte.

C.Conti--PV

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Textgröße ändern: