Pallade Veneta - Russische Schattenflotte: Besitzer in Frankreich mit Millionenstrafe belegt

Russische Schattenflotte: Besitzer in Frankreich mit Millionenstrafe belegt


Russische Schattenflotte: Besitzer in Frankreich mit Millionenstrafe belegt
Russische Schattenflotte: Besitzer in Frankreich mit Millionenstrafe belegt / Foto: Handout - Marine Nationale/AFP/Archiv

Der Besitzer eines von der französischen Marine aufgebrachten Tankers der russischen Schattenflotte ist zu einer Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro verurteilt worden. Grund dafür seien die falsche Beflaggung und die Weigerung, einer Aufforderung Folge zu leisten, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Brest mit. Der Angeklagte habe die Schuld eingestanden und die Strafe akzeptiert. Der Tanker könne daher seine Fahrt fortsetzen.

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Die französischen Marine hatte den Frachter "Tagor" Ende Mai in internationalen Gewässern etwa 700 Kilometer vor der französischen Küste kontrolliert, weil Verdacht auf eine falsche Beflaggung bestand. Es war die vierte Aktion dieser Art der französischen Marine gegen die sogenannte russische Schattenflotte. Der Kreml sprach von einer "illegalen Aktion, die an internationale Piraterie grenzt".

Das Schiff war unter kamerunischer Flagge vom russischen Murmansk Richtung Kamerun unterwegs. Die Montego-Bay-Konvention erlaubt bei Verdacht auf eine falsche Flagge die Kontrolle eines Frachters auf Hoher See.

Der Tanker steht unter Verdacht, unter Umgehung der internationalen Sanktionen russisches oder iranisches Öl zu transportieren. Zum Zeitpunkt seiner Kontrolle durch die französische Marine war der Tanker nahezu leer gewesen.

Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen umgeht Russland nach Erkenntnissen westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1000 Schiffe zur Schattenflotte.

Im Juni brachte die französische Marine zum fünften Mal einen Öltanker der Schattenflotte auf, dieses Mal im Mittelmeer.

D.Vanacore--PV

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