Pallade Veneta - KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller

KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller


KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller
KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller / Foto: Jung Yeon-je - AFP

Die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt haben ihren Marktwert im ersten Halbjahr weiter deutlich gesteigert. Zusammengenommen waren die 100 teuersten Unternehmen weltweit Ende Juni 61,9 Billionen Dollar wert - 18 Prozent mehr als zu Jahresbeginn, wie die Beratungsfirma EY am Freitag mitteilte. Besonders stark entwickelten sich erneut große US-Techkonzerne vor dem Hintergrund des KI-Booms.

Textgröße ändern:

Technologieunternehmen innerhalb der Top100 legten laut EY um 30 Prozent auf 35,2 Billionen Dollar Marktwert zu. "Genauso stark legten Industrieunternehmen zu, von denen viele als KI-Infrastruktur-Titel gelten, da sie am Bau von Rechenzentren beteiligt sind", erklärten die Experten von EY. Es folgt die Rohstoffbranche mit einem Plus von 27 Prozent. Konsumgüterhersteller und Finanzunternehmen legten den Angaben nach hingegen nur um ein Prozent zu, Kommunikations- und Medienunternehmen büßten sogar an Wert ein (minus acht Prozent).

Unter den zehn wertvollsten Unternehmen finden sich acht US-Konzerne, darunter auch das erst kürzlich an die Börse gegangene Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk. Wertvollstes Unternehmen ist weiterhin der Chiphersteller Nvidia mit 4,8 Billionen Dollar Marktkapitalisierung, gefolgt von Alphabet (Google) mit 4,3 Billionen und Apple mit 4,2 Billionen. Neben US-Konzernen finden sich noch TSMC aus Taiwan und Saudi Aramco aus Saudi-Arabien in den Top10.

Die USA dominieren auch das restliche Ranking. 56 der Top-Unternehmen kommen von dort. Außerdem haben zwölf Konzerne ihren Sitz in China (inklusive Hongkong) und jeweils fünf in Großbritannien und Japan. Deutschland ist nur noch mit Siemens vertreten. SAP und Allianz, die zu Jahresbeginn noch dazu gehörten, sind aus den Top100 ausgeschieden. Insgesamt kommen nur 16 der Unternehmen aus Europa.

Der Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) "treibt die Börsen weltweit an und verändert die globale Unternehmenslandschaft nachhaltig", erklärte EY-Deutschland-Chef Henrik Ahlers. "Die größten Player sitzen weiterhin vor allem in den USA und zunehmend auch in Asien. Europa hingegen spielt bei der Entwicklung bislang nur eine Nebenrolle - und der Abstand droht weiter zu wachsen."

Die KI-getriebenen Umbrüche an den Weltbörsen könnten sich in den kommenden Monaten fortsetzen, erklärte Ahlers weiter. Weitere große Börsengänge von KI-Unternehmen könnten das Gewicht der USA zusätzlich erhöhen und die regionale Konzentration an den Kapitalmärkten weiter verstärken. "Für Europa bedeutet das: Die Zeit drängt. Es reicht nicht, gute Forschung und starke industrielle Anwender zu haben", mahnte der EY-Deutschlandchef. Entscheidend sei, ob aus technologischer Kompetenz auch "skalierbare Geschäftsmodelle, große Kapitalmarkterfolge und weltweit führende Unternehmen entstehen".

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Textgröße ändern: