Pallade Veneta - SED-Opferbeauftragte lobt Fortschritte bei Hilfe und sieht weiteren Bedarf

SED-Opferbeauftragte lobt Fortschritte bei Hilfe und sieht weiteren Bedarf


SED-Opferbeauftragte lobt Fortschritte bei Hilfe und sieht weiteren Bedarf
SED-Opferbeauftragte lobt Fortschritte bei Hilfe und sieht weiteren Bedarf / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke hat Fortschritte bei der Unterstützung von Betroffenen der Diktatur gelobt, sieht aber weiterhin Handlungsbedarf. "Unser wiedervereinigtes Land ist auf dem richtigen Weg, die Opfer der SED-Diktatur bestmöglich zu unterstützen und zu würdigen", erklärte sie am Mittwoch anlässlich der Vorlage ihres Jahresberichts. "Doch der Schatten der Diktatur ist lang: Viele Opfer leiden bis heute an den gesundheitlichen Folgen."

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Zwar profitierten bereits hunderte Betroffene von den Anfang vergangenen Jahres im Parlament beschlossenen Verbesserungen, unter anderem vom neuen Härtefallfonds. Dieser kommt Opfern der SED-Diktatur zugute, die zwar rehabilitiert wurden, heute aber bedürftig sind. Der Fonds habe sich als "sehr effektiv" erwiesen, sagte Zupke im Interview mit dem Parlamentsfernsehen. Seit dem 9. November sei rund eine Million Euro an etwa 300 Betroffene ausgeschüttet worden.

Es gebe jedoch weiteren Handlungsbedarf für alle, für die die bisherige Unterstützung nicht ausreiche, erklärte Zupke weiter. Dazu gehörten etwa Opfer des staatlichen DDR-Zwangsdopings im Sport. Tausende Menschen litten bis heute an den körperlichen und seelischen Folgen. Sie schlug dafür ein eigenes Gesetz vor: "Wer anerkanntes Doping-Opfer ist, soll bei Vorliegen gesundheitlicher Schädigungen Zugang zu Leistungen der sozialen Entschädigung erhalten", forderte die Beauftragte.

Nicht zuletzt dürften die Kinder der politisch Verfolgten nicht vergessen werden, forderte Zupke. "Viele Menschen erzählen mir, wie stark ihre Kindheit, ihre Jugend und auch ihr heutiges Leben geprägt sind von der Traumatisierung ihrer Eltern", betonte sie. Die politisch Verfolgten hätten ungewollt ihre Ängste, Sorgen und Traumata an ihre Kinder weitergegeben. Diese dürften "nicht zu den vergessenen Opfern der SED-Diktatur werden".

Z.Ottaviano--PV

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