Pallade Veneta - Neue "Welle" von US-Angriffen auf den Iran - Vergeltungsangriffe in der Region

Neue "Welle" von US-Angriffen auf den Iran - Vergeltungsangriffe in der Region


Neue "Welle" von US-Angriffen auf den Iran - Vergeltungsangriffe in der Region
Neue "Welle" von US-Angriffen auf den Iran - Vergeltungsangriffe in der Region / Foto: - - AFP/Archiv

Die US-Armee hat am Mittwoch erneut zahlreiche Ziele im Iran angegriffen. Die jüngste "90-minütige Angriffswelle" sei nun abgeschlossen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am Nachmittag im Onlinedienst X mit. Der Iran hatte zuvor Angriffe unter anderem auf die Stadt Buschehr gemeldet, wo sich das einzige Atomkraftwerk des Landes befindet. Der Iran griff seinerseits US-Ziele in der Region an. US-Präsident Donald Trump drohte mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken im Iran in der kommenden Woche, falls Teheran einem Abkommen bis dahin nicht zustimme.

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Centcom teilte mit, durch seine jüngste Angriffswelle sei "die Fähigkeit des Iran, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus anzugreifen, weiter geschwächt" worden. Während seiner 90-minütigen Angriffswelle seien "Präzisionsmunition gegen Küstenabwehrsysteme sowie Lager- und Abschussstellen für Marschflugkörper auf der Insel Große Tunb eingesetzt" worden.

Die Insel liegt nahe der Straße von Hormus. Die für den weltweiten Öl- und Flüssiggashandel wichtige Meerenge steht im Mittelpunkt der wieder aufgeflammten Kämpfe zwischen dem Iran und den USA.

Zuvor hatte Centcom mitgeteilt, dass sie US-Armee eine "Welle" von Angriffen auf Ziele im Iran ausgeführt habe. Nach iranischen Behördenangaben wurde die Stadt Buschehr an drei Stellen getroffen, nachdem sie schon am Dienstag angegriffen worden war. Zudem wurden iranischen Armeeangaben zufolge bei einem weiteren US-Angriff auf eine Kaserne im Südosten des Landes sieben Militärangehörige getötet.

Schon zuvor hatte die US-Armee nach eigenen Angaben die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Ziel sei gewesen, "die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden".

Wie angekündigt hatte die US-Armee am Dienstagabend (MESZ) auch die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. US-Präsident Donald Trump verzichtete allerdings auf eine 20-prozentige US-Gebühr auf Schiffsfracht. Stattdessen wolle er die Einnahmen durch Handelsabkommen mit den Golfstaaten erzielen, erklärte er.

Zudem weiteten die USA ihre Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor aus. Sie zielten nach Angaben des Finanzministerium in Washington insbesondere auf das Netzwerk des iranischen Öl-Magnaten Mohammed Hossein Schamchani ab. Die US-Regierung wirft den iranischen Revolutionsgarden vor, Ölexporte unter anderem nach China über "Scheinfirmen" zu verschleiern und die Einnahmen an die Führung in Teheran umzuleiten.

Trump drohte mit einer Ausweitung der Angriffe auf den Iran, falls die Verhandlungen mit Teheran scheitern sollten. "Nächste Woche wird es für sie richtig schlimm, denn nächste Woche sind die Kraftwerke dran. Nächste Woche sind die Brücken dran", sagte Trump dem US-Sender Fox News. "Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Tisch und verhandeln."

Die USA und der Iran hatten Mitte Juni unter pakistanischer Vermittlung ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem Friedensabkommen führen sollte. Teil der Einigung war eine "sichere und unentgeltliche Durchfahrt" durch die Straße von Hormus. Während kurz darauf mehr Schiffe die Meerenge durchquerten, kam es später zu Angriffen auf Frachtschiffe, die die USA dem Iran zuschreiben.

Der Iran hatte die Meerenge bereits kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels Ende Februar de facto gesperrt. In der Folge schnellten die weltweiten Energiepreise in die Höhe.

Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi warf den USA vor, mit der neuerlichen Seeblockade das zwischen den beiden Ländern ausgehandelte Rahmenabkommen "demontiert" zu haben. Die Revolutionsgarden bekräftigten, dass die Straße von Hormus gesperrt bleibe, "bis die Vereinigten Staaten ihre Aggressionen beenden".

Als Reaktion auf die neuen US-Luftangriffe nahm der Iran erneut Einrichtungen der US-Armee in der Golfregion ins Visier. Die Armee erklärte laut Staatsmedien, sie habe vom US-Militär genutzte Hangars auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak in Jordanien angegriffen. Die jordanische Armee gab an, drei iranische Raketen abgefangen zu haben.

Die iranischen Revolutionsgarden griffen nach eigenen Angaben ein Logistikzentrum der US-Armee in Kuwait an. Die kuwaitische Armee wehrte die "iranische Aggression" nach eigenen Angaben ab.

Zudem meldeten die Revolutionsgarden einen Angriff auf Einrichtungen der fünften Flotte der US-Marine in Bahrain, darunter ein Kommandozentrum, Lagerhallen und Treibstofflager. Laut Bahrains Innenministerium wurde Luftalarm ausgelöst.

J.Lubrano--PV

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