Pallade Veneta - Ukraine: Sechs Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Frachtschiff

Ukraine: Sechs Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Frachtschiff


Ukraine: Sechs Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Frachtschiff
Ukraine: Sechs Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Frachtschiff / Foto: STRINGER - AFP/Archiv

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer nahe Odessa sind nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Die ukrainische Marine erklärte am Sonntag, Russland habe die "Golden Leo" mit drei Marschflugkörpern beschossen, als der mit Getreide beladene Frachter dabei gewesen sei, "das Kampfgebiet" zu verlassen.

Textgröße ändern:

Der ukrainische Infrastruktur- und Verkehrsminister Mykola Kalaschny erklärte im Onlinedienst Telegram, sechs Seeleute seien tot, vier weitere würden noch vermisst. Acht Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, zwei von ihnen seien verletzt.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, unter den Toten sei ein ukrainischer Lotse. Die Besatzung des unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrenden Frachters komme unter anderem aus Syrien und Indien. Der neue ukrainische Regierungschef Serhij Korezky erklärte, der Frachter sei nahe Odessa nach dem Auslaufen aus dem Hafen getroffen worden.

"Das ist ein weiterer gezielter Angriff Russlands gegen ein unbewaffnetes ziviles Schiff unter fremder Flagge, das keinerlei militärische Bedrohung darstellte", erklärte die ukrainische Marine. Es handle sich um einen "Terrorakt" gegen die friedliche Schifffahrt und eine schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts. Russland greift immer wieder ukrainische Hafen-Infrastruktur an. Betroffen ist insbesondere die Region um Odessa.

Außenminister Sybiha erklärte, während die Welt noch auf "Russlands brutalen nächtlichen Angriff auf Kiew" reagiere, setze Russland seine "Terrorkampagne" tagsüber fort. Russland hatte die ukrainische Hauptstadt in der Nacht mit zwei Dutzend ballistischen Raketen attackiert. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet, 16 weitere wurden verletzt.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen

US-Präsident Donald Trump will Geheimdienstdirektor Jay Clayton offenbar zu seinem neuen Beauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernennen. Die Sender CNN, CBS News und andere Medien berichteten am Freitag, Trump werde den 60-Jährigen voraussichtlich in Kürze nominieren.

Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus

Der niederländische König Willem-Alexander hat sich am Freitag zutiefst beeindruckt von den Ergebnissen einer Studie über die Profite des Königshauses aus Kolonialismus und Sklaverei gezeigt. Die vom König 2022 in Auftrag gegebene Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Königshaus den Kolonialismus über Jahrhunderte als rechtmäßige Quelle der Bereicherung für das Land betrachtete.

Textgröße ändern: