Pallade Veneta - Deutscher Biermarkt schneidet schlecht ab: Ausstoß gesunken

Deutscher Biermarkt schneidet schlecht ab: Ausstoß gesunken


Deutscher Biermarkt schneidet schlecht ab: Ausstoß gesunken
Deutscher Biermarkt schneidet schlecht ab: Ausstoß gesunken / Foto: Michaela STACHE - AFP

Der deutsche Biermarkt ist im Abwärtstrend. Der Ausstoß der Brauer hierzulande fiel im vergangenen Jahr erstmals unter die Marke von 80 Millionen Hektolitern, wie das auf Hopfen und Hopfenprodukte spezialisierte Unternehmen BarthHaas am Dienstag mitteilte. Die Produktion fiel auf 79,24 Millionen Hektoliter, das ist ein Minus von rund 5,6 Prozent. Damit entwickelt sich die deutsche Brauwirtschaft schlechter als der Weltmarkt.

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Insgesamt belief sich die internationale Bierproduktion 2025 auf rund 1,896 Milliarden Hektoliter Bier - das sind 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie BarthHaas weiter mitteilte. Mit Ausnahme einzelner Länder habe sich der Biermarkt auf fast allen Kontinenten unter dem Strich negativ entwickelt - außer in Afrika, wo ein leichtes Mengenplus verzeichnet wurde. "Insbesondere in vielen traditionellen Märkten stagniert oder sinkt der Bierkonsum, während alkoholfreie und -arme Getränke an Bedeutung gewinnen", erklärte BarthHaas-Geschäftsführer Thomas Raiser.

In Deutschland würden "Verluste in einer Dimension, die wir nicht erwarten konnten", verzeichnet, erklärte Heinrich Meier, Autor des jährlichen Berichts von BarthHaas. Dennoch belegte die Bundesrepublik den Angaben nach wieder den sechsten Platz im internationalen Ranking der Braunationen. China, die USA, Brasilien, Mexiko und Russland sind weiter auf Platz eins bis fünf zu finden.

Deutschlands schlechtes Ergebnis wirkte sich dem Bericht zufolge auch auf die Bilanz der Europäischen Union aus. Der Ausstoß sank um 3,1 Prozent auf rund 333,6 Millionen Hektoliter. Auch ein deutlicher Rückgang der Produktion in Polen beeinflusste das Ergebnis.

Die Bundesrepublik blieb unterdessen laut BarthHaas das größte Hopfenanbauland weltweit mit 18.962 Hektar - obwohl die Anbaufläche um 6,5 Prozent zurückging. Auf Platz zwei folgen die USA mit 17.057 Hektar.

Auch weltweit gingen demnach Hopfenanbaufläche sowie Erntemenge zurück. Trotzdem überstieg die Produktion den Bedarf an Hopfen. "Ausschlaggebend waren neben dem geringeren Bierausstoß eine reduzierte Hopfengabe im Brauprozess sowie Veränderungen in der Bierstilstruktur", erklärte das Unternehmen.

Die weltweite Hopfen- und Bierbranche befinde sich in einer "Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen", erklärte Geschäftsführer Raiser. "Ein anhaltendes Überangebot trifft auf verändertes Konsumverhalten und steigenden wirtschaftlichen Druck entlang der gesamten Wertschöpfungskette." Entscheidend sei, wie anpassungsfähig die Branche bleibe.

Z.Ottaviano--PV

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