Pallade Veneta - Studie: Investitionen in deutsche Startups im ersten Halbjahr weiter gestiegen

Studie: Investitionen in deutsche Startups im ersten Halbjahr weiter gestiegen


Studie: Investitionen in deutsche Startups im ersten Halbjahr weiter gestiegen
Studie: Investitionen in deutsche Startups im ersten Halbjahr weiter gestiegen / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Die Investitionen in Startups aus Deutschland sind im ersten Halbjahr einer Studie zufolge weiter gestiegen. In den vergangenen sechs Monaten erhielten Jungunternehmen knapp 5,3 Milliarden Euro, wie die Beratungsgesellschaft EY am Mittwoch mitteilte. Das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damals hatten Startups etwa 4,6 Milliarden Euro an Risikokapital gesammelt.

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Besonders viel Geld floss im ersten Halbjahr laut dem aktuellen Startup-Barometer der Beratungsfirma an Jungunternehmen aus Berlin: Hier wurden demnach insgesamt fast 1,7 Milliarden Euro investiert - zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dahinter folgt Baden-Württemberg mit 1,6 Milliarden Euro Risikokapital für Startups. Dies entspricht einer gewaltigen Steigerung von 475 Prozent - allerdings "vor allem wegen eines Megadeals in Höhe von 1,2 Milliarden Euro" beim Robotikspezialisten Neura Robotics, wie EY erklärte.

Auf Platz drei rangiert Bayern, wo Jungunternehmen im ersten Halbjahr mehr als 1,1 Milliarden Euro einsammelten. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Rückgang von 46 Prozent. Auf den Plätzen dahinter folgen Hessen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Das in Startups investierte Risikokapital war bereits in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während es im ersten Halbjahr 2026 nun erneut zulegte, sank laut EY indes die Zahl der Deals: Bundesweit gab es demnach 354 Abschlüsse – ein Minus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

"Der deutliche Anstieg des investierten Kapitals ist grundsätzlich ein positives Signal für das Startup-Ökosystem in Deutschland", erklärte EY-Experte Thomas Prüver. "Er darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Finanzierungssituation für viele Jungunternehmen hierzulande weiterhin schwierig gestaltet", fügte er hinzu. Investoren setzten zunehmend auf wenige große Startups und "vermeintlich sichere Wetten" – junge und kleine Startups hätten in der Folge "im Wettbewerb um Kapital häufig das Nachsehen".

Dies könne sich mittelfristig durchaus negativ auswirken: "Innovation entsteht nicht nur durch einzelne Leuchtturm-Unternehmen, sondern vor allem durch eine breite und lebendige Gründerszene", erläuterte Prüver.

M.Jacobucci--PV

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