Pallade Veneta - Klingbeil will bessere Bedingungen für Startups in Deutschland schaffen

Klingbeil will bessere Bedingungen für Startups in Deutschland schaffen


Klingbeil will bessere Bedingungen für Startups in Deutschland schaffen
Klingbeil will bessere Bedingungen für Startups in Deutschland schaffen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will bessere Bedingungen für Startups in Deutschland schaffen. "Mein Ziel ist, dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können", erklärte er am Montag vor einem Treffen mit Gründerinnen und Gründern aus Ostdeutschland. Junge innovative Unternehmen seien die Zukunft des Landes: "Sie bringen neue Ideen auf den Markt, schaffen gute Arbeitsplätze und machen unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger."

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Derzeit scheiterten junge Unternehmen in Deutschland zu oft am Kapital für den nächsten Wachstumsschritt, erklärte Klingbeil. Hier setze das Bundesfinanzministerium an. Klingbeil nannte den Zukunftsfonds unter dem Dach des Deutschlandfonds, mit dem "Milliarden an Wagniskapital" mobilisiert würden. Zudem sorge die Regierung mit besseren steuerlichen Bedingungen dafür, "dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt". Mit europäischen Partnern arbeite die Regierung außerdem daran, die Finanzierungsbedingungen für Startups und Scaleups europaweit zu verbessern.

Beim "Branchendialog Ost" wolle er nun von Gründerinnen und Gründern selbst hören, "was sie brauchen, um den nächsten Schritt zu gehen". Es gehe darum, "wie junge Unternehmen leichter Zugang zu Kapital" erhalten können.

An dem Treffen am Montag nahmen auf Einladung der Ostbeauftragten Elisabeth Kaiser (SPD) Vertreterinnen und Vertreter von Startups und Scaleups (Startups mit einem funktionierenden Geschäftsmodell) sowie von Wagniskapitalgebern teil. Klingbeil sagte, Ostdeutschland habe im ersten Halbjahr 2026 einen "Gründungsrekord" aufgestellt.

Kaiser betonte, Ostdeutschland sei eine der wichtigsten Startup-Regionen in Deutschland - mit Berlin im Zentrum. "Mein Ziel ist klar: Das Dax-Unternehmen von morgen soll aus Ostdeutschland kommen." Dafür wolle sie ein "starkes Netzwerk" schaffen, das Unternehmen und Investoren an einen Tisch bringe. Die Regierung arbeite zudem daran, Gründungen "einfacher und unkomplizierter zu machen". Außerdem wolle sie die Beteiligung von Beschäftigten in jungen Unternehmen "stärker befördern", damit diese vom Erfolg ihrer Arbeit "besser profitieren können".

Der finanzpolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Christian Görke, erklärte: "Angesichts der desaströsen Umfragewerte der SPD im Osten versucht Klingbeil offensichtlich noch einmal Aufmerksamkeit kurz vor den Wahlen zu generieren." Er nannte eine Steuersenkung, die mit der Gießkanne Geld an Startups verteilt, "finanzpolitisch fragwürdig". Junge Unternehmen bräuchten vor allem eine verlässliche Infrastruktur, flächendeckende Glasfaserverbindungen und langfristige Investitionszusagen, betonte Görke.

Hier gebe es "genug öffentliche Investitionsbanken, die weiter für Investitionen gestärkt werden können", schlug der Linken-Politiker vor. Diese könnten sich genau anschauen, "bei welchen Startups sich eine Förderung auch gesamtgesellschaftlich lohnt und bei welchen nicht".

Michael Petrosjan vom Leipziger Software-Startup Flynex forderte im Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben) schnellere Marktzugänge, weniger Bürokratie und innovationsfreundlichere Vergabeverfahren. "Neue Technologien brauchen zu lange, um vom Pilotprojekt in die produktive Anwendung zu kommen", sagte er den RND-Zeitungen. Flynex entwickelt nach eigenen Angaben eine Plattform zur digitalen Planung, automatisierten Erfassung und KI-gestützten Auswertung von Geodaten und Infrastruktur per Drohne.

Der Technologiegründerfonds Sachsen sieht die Verkehrsanbindung als Standortproblem: "Reisezeiten von einem Arbeitstag von Dresden nach Düsseldorf oder Stuttgart" seien Realität, sagte Geschäftsführer Sören Schuster den RND-Zeitungen.

F.Amato--PV

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