Pallade Veneta - Europas ältester amtierender Monarch: Norwegens König Harald V. mit 89 Jahren gestorben

Europas ältester amtierender Monarch: Norwegens König Harald V. mit 89 Jahren gestorben


Europas ältester amtierender Monarch: Norwegens König Harald V. mit 89 Jahren gestorben

Er war Europas ältester amtierender Monarch: Norwegens König Harald V. ist im Alter von 89 Jahren gestorben. "Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Seine Majestät König Harald uns heute verlassen hat", teilte das Königshaus am Freitagmorgen mit. Sein 53-jähriger Sohn, Kronprinz Haakon, tritt automatisch seine Nachfolge an.

Textgröße ändern:

"König Harald ist am Freitag, dem 28. August, um 06.35 Uhr im Nationalkrankenhaus friedlich entschlafen", erklärte der Palast weiter. Die Flagge am Königspalast in Oslo wurde auf Halbmast gesetzt.

Am Donnerstag hatte das Königshaus mitgeteilt, Harald V. befinde sich in einem "extrem ernsten Zustand". Der an einer Form von Blutarmut leidende Monarch war am Montag vergangener Woche in die Universitätsklinik Rikshospitalet in der norwegischen Hauptstadt Oslo eingewiesen worden. Grund waren Wassereinlagerungen in Folge einer Kortisonbehandlung.

Seine Frau Königin Sonja, Haakon und dessen Frau Mette-Marit sowie ihre erwachsenen Kinder verbrachten einen Großteil des Donnerstags an seinem Krankenbett. Medienberichten zufolge blieb Haakon die ganze Nacht.

Ministerpräsident Jonas Gahr Störe erklärte, er habe die Nachricht über den Tod des Monarchen mit "tiefer Trauer" aufgenommen. "Eine ganze Nation trauert und ist zugleich zutiefst dankbar für ein langes Leben, das Norwegen gewidmet war", erklärte Störe. "König Harald liebte Norwegen. Und Norwegen liebte seinen König."

Die Regierung werde in Kürze eine Sitzung einberufen und anschließend den neuen König Haakon im Königspalast treffen, erklärte Störe weiter. Er hatte am Vortag eine Reise nach Deutschland wegen des sich verschlechternden Gesundheitszustands von Harald V. abgesagt.

Zahlreiche Menschen kamen am Freitag zum Königspalast im Zentrum von Oslo und legten Blumen nieder. "Natürlich ist es traurig. Er ist ein Symbol unseres Landes", sagte die 36-Jährige Maja Otvik AFP. "Und natürlich ist es traurig, wenn etwas so Schönes zu Ende geht."

Harald V. war seit 1991 König von Norwegen und der älteste lebende Monarch Europas gewesen. Er litt an einer hämolytischen Anämie, einer Form der Blutarmut. Dabei werden die roten Blutkörperchen zu schnell abgebaut, Betroffene leiden unter Müdigkeit, Blässe und Atemnot.

Der Monarch hatte in den vergangenen Jahren mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er musste sich einen Herzschrittmacher einsetzen lassen und seine Termine reduzieren. Abzudanken schloss er jedoch aus: Harald V. verwies darauf, dass er vor dem norwegischen Parlament einen Eid auf Lebenszeit geleistet habe.

In den vergangenen Monaten hatte die norwegische Königsfamilie turbulente Zeiten durchgemacht. Im Februar war Harald wegen einer Infektion und Dehydrierung auf Teneriffa ins Krankenhaus eingeliefert, wo er sich mit Königin Sonja auf einer privaten Reise befand. Seine ebenfalls 89 Jahre alte Frau wurde im Mai wegen Herzproblemen kurzzeitig ins Krankenhaus eingeliefert.

Haakons Frau und Haralds Schwiegertochter Mette-Marit geriet wegen ihrer Freundschaft mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und des Vergewaltigungsprozesses ihres Sohnes Marius Borg Hoiby in die Negativ-Schlagzeilen. Der 29-Jährige, der aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin stammt, war im Juni wegen zwei Vergewaltigungen und zahlreicher weiterer Straftaten zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Mette-Marit selbst war erst Mitte Juli nach einer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei ihr war 2018 eine schwere Lungenkrankheit diagnostiziert worden. Schließlich musste ihr eine Spenderlunge transplantiert werden, ohne die sie nach Einschätzung der Ärzte nur noch ein Jahr zu leben gehabt hätte.

Nun ist sie die neue Königin Norwegens. Trotz der Skandale um sie und ihren Sohn ist die Königsfamilie im Land weiterhin sehr beliebt.

L.Barone--PV

Empfohlen

Gaskrise ab 2022 kostete Bund mindestens 50,4 Milliarden Euro

Die staatlichen Hilfen für Verbraucher und Unternehmen in der Gaskrise nach Russlands Angriff auf die Ukraine haben den Bund mindestens 50,4 Milliarden Euro gekostet. Das geht aus einer Aufschlüsselung des Bundesfinanzministeriums auf Antrag der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor, die AFP am Freitag vorlag. Die Gas- und Strompreisbremsen fielen demnach am stärksten ins Gewicht.

Drohender Streik: Micron will Beschäftigten in Taiwan bis zu 68 Monatsgehälter zahlen

Angesichts eines drohenden Streiks will der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan bis zu 68 Monatsgehälter extra auszahlen. Die "Mindestzahlung" in bar betrage 1,7 Millionen Taiwan-Dollar (rund 46.200 Euro), teilte Micron am Freitag mit. Das Unternehmen produziert 50 bis 60 Prozent seiner Mikrochips in Taiwan und hat dort rund 15.000 Beschäftigte.

Italienische Politikerin und Feministin Emma Bonino gestorben

Die italienische Politikerin und Feministin Emma Bonino ist tot. Sie starb im Alter von 78 Jahren, wie die von ihr gegründete Kleinpartei Mehr Europa am Freitag im Onlinedienst Facebook bekannt gab. Bonino war früher EU-Kommissarin und Außenministerin Italiens, ist vor allem aber als Feministin bekannt. Sie kämpfte für das Recht auf Scheidung und Abtreibung und genoss in der gesamten politischen Landschaft Respekt.

Erstmals mehr als sechs Dollar pro Gallone: US-Dieselpreis auf neuem Höchststand

Der Dieselpreis in den USA hat einen neuen Höchststand erreicht: Nach Angaben des Automobilclubs AAA vom Freitag lag er erstmals über sechs Dollar pro Gallone (5,22 Euro für 3,8 Liter). Vor einem Jahr hatten Landwirte und Spediteure noch 3,71 Dollar pro Gallone bezahlt. Diesel wird in den USA überwiegend in Nutzfahrzeugen getankt.

Textgröße ändern: