Pallade Veneta - Russland kündigt "massive Angriffe" auf ukrainischen Energiesektor an

Russland kündigt "massive Angriffe" auf ukrainischen Energiesektor an


Russland kündigt "massive Angriffe" auf ukrainischen Energiesektor an
Russland kündigt "massive Angriffe" auf ukrainischen Energiesektor an / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP

Russland hat mit neuen Angriffswellen gegen Energieanlagen in der Ukraine gedroht. Die Armee bereite "massive Angriffe gegen Einrichtungen des Energiesektors der Ukraine" vor, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. Russland will damit nach eigenen Angaben Vergeltung üben für die ukrainischen Attacken auf russische Öl- und Energieanlagen. Nach einem russischen Angriff auf ein Munitionslager nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew erhöhte sich die Zahl der Todesopfer derweil auf 38.

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Während des vergangenen Winters hatte Moskau seine Angriffe auf ukrainische Kraftwerke verstärkt und Millionen von Menschen damit Kälte und Dunkelheit ausgesetzt.

In den vergangenen Monaten weiteten Russland und die Ukraine ihre gegenseitigen Angriffe mit weitreichenden Geschossen aus und nahmen dabei zunehmend zivile Infrastruktur wie Lagerhäuser und Öl- und Hafeninfrastruktur ins Visier. Bei diesen Angriffen gibt es zunehmend zivile Opfer.

Am Freitagabend hatte ein russischer Drohnenangriff in einem Munitionslager der Armee nahe Kiew einen Großbrand und zahlreiche Explosionen ausgelöst. Dabei wurden nach neuesten Erkenntnissen 38 Menschen getötet, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag im Onlinedienst Telegram mitteilte. 20 Menschen seien verletzt worden und vier weitere würden noch vermisst.

Die Feuerwehr habe die meisten Feuer inzwischen gelöscht, fügte Selenskyj hinzu. Sprengstoffexperten seien vor Ort weiterhin im Einsatz. "Das Ausmaß der Kontamination in dem Gebiet ist erheblich", erklärte der ukrainische Präsident.

Bei den Explosionen waren Selenskyj zufolge mehrere Wohngebäude sowie ein Pflegeheim beschädigt worden. Er kündigte an, die Verantwortlichen für die verbotene Waffenlagerung nahe Wohngebieten zur Rechenschaft zu ziehen.

Die ukrainische Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Dabei gehe es um die Frage, ob die nötigen Genehmigungen für die Lagerung von Munition auf dem Gelände vorlagen, erklärte die Behörde. Laut Selenskyj befanden sich in dem Depot große Mengen von Granaten, Minen und Drohnen.

Der ukrainische Regierungschef Serhij Korezky hatte am Samstag kritisiert, dass "keine Lehren" aus einem Angriff auf ein Munitionsdepot nahe Kiew im Juli gezogen worden seien. Ermittlungen hatten damals ergeben, dass der vorgeschriebene Mindestabstand zu Wohngebäuden nicht eingehalten worden war. Acht Menschen wurden getötet. "Immer wieder denselben Fehler zu machen" sei "kriminelle Fahrlässigkeit", erklärte Korezky.

Bei weiteren russischen Angriffen wurden nach ukrainischen Behördenangaben am Samstag drei Menschen getötet, unter ihnen ein zweijähriges Kind in Kiew und ein 14-jähriges Mädchen in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt. In Russland wurden am Samstag bei ukrainischen Angriffen nach Behördenangaben in der Region Belgorod und auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim insgesamt vier Menschen getötet.

In der Nacht zum Sonntag griff die russische Armee eigenen Angaben zufolge eine Asbest- und Zementfabrik in Kiew an, auf deren Gelände Sprengstoff gelagert werde, sowie eine Produktionsstätte für Drohnen und Munition.

Die Ukraine attackierte ihrerseits in der Nacht eine Ölraffinerie im Nordosten Russlands mit Drohnen, was örtlichen Behörden zufolge einen Brand auslöste.

F.Amato--PV

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