Pallade Veneta - Mieterbund: Steigende Wohnkosten belasten Mehrheit der Mieter

Mieterbund: Steigende Wohnkosten belasten Mehrheit der Mieter


Mieterbund: Steigende Wohnkosten belasten Mehrheit der Mieter
Mieterbund: Steigende Wohnkosten belasten Mehrheit der Mieter / Foto: TOBIAS SCHWARZ - AFP/Archiv

Die steigenden Wohnkosten in Deutschland belasten zusehends die Mieterinnen und Mieter: In einer Umfrage des Deutschen Mieterbunds (DMB) sagten 58 Prozent der Befragten, ihre Wohnkosten seien allein in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen. Fast jede und jeder zweite habe deshalb bei Freizeit und Urlaub gespart, fast ebenso viele bei Kleidung, Möbeln oder Haushaltsgeräten. Die Wohnkrise greife mittlerweile "tief" in den Alltag ein, erklärte der DMB am Dienstag.

Textgröße ändern:

"Wohnen wird für immer mehr Menschen zum Armuts- und Abstiegsrisiko", erklärte DMB-Präsidentin Melanie Weber-Moritz. "Und der Sozialstaat muss zunehmend auffangen, was auf dem Wohnungsmarkt schiefläuft." Die Wohnungskrise werde zur Sozialstaatskrise.

Jede und jeder Vierte spare wegen der gestiegenen Wohnkosten laut Umfrage an gesunden Lebensmitteln. 15 Prozent sparten an der eigenen Gesundheit, etwa bei Medikamenten oder Zahnersatz. 29 Prozent der Mieterinnen und Mieter sorgen sich, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Jeder und jede Zweite gab an, im Bedarfsfall keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden.

In Deutschland lebt laut DMB mehr als die Hälfte der Bevölkerung zur Miete. Bei armutsbetroffenen Menschen seien es inzwischen vier von fünf.

Für den Mietenreport wertete der DMB amtliche Statistiken und aktuelle wissenschaftliche Studien aus; zudem ließ er von Forsa 1021 Mieterinnen und Mietern repräsentativ befragen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Mehrere Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Gewerkschaftsvorstand die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall wies die Forderungen umgehend als "realitätsfern" zurück. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung

Die Koalition hat sich nach CSU-Angaben bereits auf eine Härtefallregelung geeinigt, um besonders belasteten langjährig Versicherten einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Hier seien sich Union und SPD "schon einig", die Vereinbarung müsse nun aber noch "ausformuliert" werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die ersten Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Vorstand der IG Metall die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

Textgröße ändern: