Pallade Veneta - Verkauf des Berliner Luxushotels Adlon vorerst geplatzt - Neuer Versuch angestrebt

Verkauf des Berliner Luxushotels Adlon vorerst geplatzt - Neuer Versuch angestrebt


Verkauf des Berliner Luxushotels Adlon vorerst geplatzt - Neuer Versuch angestrebt
Verkauf des Berliner Luxushotels Adlon vorerst geplatzt - Neuer Versuch angestrebt / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Das Luxushotel Adlon in Berlin wird zunächst nicht verkauft. Bei einer entsprechenden Abstimmung unter den Anlegerinnen und Anlegern des Fonds, dem das Hotel gehört, sei die erforderliche Kapitalmehrheit von 75 Prozent mit einem Ergebnis von 71,04 "knapp verpasst" worden, erklärte die Jagdfeld-Gruppe am Dienstag. Sie managt den Fonds.

Textgröße ändern:

Die Jagdfeld-Gruppe erklärte das Ergebnis der Abstimmung mit der Struktur des Fonds: 99 Prozent der Gesellschafter seien zwar Kleinanleger. In den vergangenen Jahren hätten sich aber "professionelle Zweitmarktinvestoren eingekauft, die Anteile im Umfang von nominal rund 35 Millionen Euro zu niedrigen Kursen erwarben, was jetzt den Ausschlag gab". Daneben seien einzelne Sparkassen und institutionelle Anleger beteiligt.

Die Mehrheit der Gesellschafter - 86 Prozent - hätten dem Verkauf zugestimmt, erklärte die Jagdfeld-Gruppe. Der Geschäftsführer und Gründer des Adlon-Fonds, Anno August Jagdfeld, betonte, die Zustimmung von 86 Prozent der Gesellschafter sei "ein überwältigendes Mandat, jetzt nochmals den Verkauf anzugehen". Die oft achtzigjährigen Kleinanleger der ersten Stunde hätten "das Adlon mitaufgebaut und sollen ebenfalls einen fairen Preis bekommen. Alle Zweitmarktinvestoren erzielen ohnehin eine herausragende Rendite", erklärte Jagdfeld. Er appellierte an alle Kleinanleger, ihre Anteile vorerst nicht zu verkaufen.

Der Fonds, dem das Adlon gehört, besteht seit 1994. Nach Angaben der Jagdfeld-Gruppe startete der Fonds damals mit etwa 4400 Anlegerinnen und Anlegern, die den Wiederaufbau des Hotels finanzierten.

Das Berliner Luxushotel Adlon am Pariser Platz eröffnete ursprünglich im Oktober 1907, brannte am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 aber aus. Nach dem Fall der Mauer entstand an gleicher Stelle ein an das historische Vorbild angelehnter Neubau, der im August 1997 als das heutige Hotel Adlon Kempinski eröffnet wurde.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

Textgröße ändern: