Pallade Veneta - Alkoholverbot an Bahnhöfen: Drogenbeauftragter Streeck begrüßt neue Regelung

Alkoholverbot an Bahnhöfen: Drogenbeauftragter Streeck begrüßt neue Regelung


Alkoholverbot an Bahnhöfen: Drogenbeauftragter Streeck begrüßt neue Regelung
Alkoholverbot an Bahnhöfen: Drogenbeauftragter Streeck begrüßt neue Regelung / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat das ab diesem Donnerstag geltende bundesweite Alkoholverbot an Bahnhöfen begrüßt. "Alkohol ist nicht die Ursache jeder Auseinandersetzung, aber er kann Konflikte verschärfen und Hemmschwellen senken", sagte Streeck der "Rheinischen Post". Deshalb begrüße er das bundesweite Alkoholkonsumverbot der Deutschen Bahn (DB) "ausdrücklich".

Textgröße ändern:

Bahnhöfe müssten Orte sein, "an denen sich alle Menschen sicher fühlen können", sagte Streeck. "Keine Familie sollte sich fragen müssen, ob sie mit ihren Kindern einen Bahnhof besser meidet." Gerade für Kinder könne es beängstigend sein, "wenn Menschen stark alkoholisiert sind, laut werden oder sich aggressiv verhalten."

Bahnhöfe seien "öffentliche Begegnungsorte für Millionen Menschen", sagte der Drogenbeauftragte weiter. "Wer dort unterwegs ist oder arbeitet, muss sich sicher fühlen können. Das ist eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme und des Respekts."

Der Konsum von Alkohol ist ab diesem Donnerstag an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn verboten. Nach DB-Angaben umfasst das Verbot bundesweit 5400 Bahnhöfe der Bahn-Infrastrukturtochter Infrago sowie rund 300 Stationen der DB Regionetz. Bewirken soll dies vor allem mehr Sicherheit und Sauberkeit.

An knapp 40 größeren Bahnhöfen galt bereits zuvor ein Alkoholverbot. Die Erfahrungen hier waren nach Angaben der Bahn "durchweg positiv". Zudem wies der Konzern am Mittwoch darauf hin, dass sich laut einer repräsentativen Umfrage fast vier von fünf Befragten für das Alkoholkonsumverbot aussprechen.

Ausgenommen von dem Verbot bleibt die Gastronomie an Bahnhöfen. Auch das Mitführen von verschlossenen alkoholischen Getränken im Gepäck oder aus Einkäufen bleibt erlaubt.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Le Pen kritisiert geplante Verabschiedung von EU-Haushalt noch vor Wahlen 2027

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat den Versuch kritisiert, den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt noch vor wichtigen Wahlen in mehreren Mitgliedstaaten 2027 zu beschließen. Die angestrebte Einigung bis Ende dieses Jahres sei ein Versuch, "künftige demokratische Entscheidungen vorwegzunehmen und zu ersticken", sagte die Rechtspopulistin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

Bericht: Biontech schließt Werk in Tübingen trotz Millionen-Angebot

Das Biotechnologieunternehmen Biontech schließt sein Werk in Tübingen, obwohl nach Informationen des "Handelsblatts" ein Investorenkonsortium bis zu 20 Millionen Euro dafür geboten hatte. Die Zeitung beruft sich in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht auf Dokumente zu den monatelangen Verhandlungen. Die Verhandlungen mit dem Konsortium um den Münchner Investor Peter Löw hatten demnach im Mai begonnen.

US-Medien: Streamingdienst Netflix streicht 1000 Stellen

Angesichts eines verlangsamten Wachstums will der Streamingdienst Netflix US-Medienberichten zufolge 1000 Stellen abbauen. "Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und um sie zu erfüllen, müssen wir sehr genau darauf achten, wie wir unsere Mitarbeiter und Ressourcen priorisieren", zitierten US-Medien am Mittwoch aus einer internen Mitteilung der Co-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Netflix zunächst nicht.

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Textgröße ändern: