Pallade Veneta - Indien: Mobilfunkunternehmen Jio legt nach Rekordbörsengang Kurssprung hin

Indien: Mobilfunkunternehmen Jio legt nach Rekordbörsengang Kurssprung hin


Indien: Mobilfunkunternehmen Jio legt nach Rekordbörsengang Kurssprung hin
Indien: Mobilfunkunternehmen Jio legt nach Rekordbörsengang Kurssprung hin / Foto: Indranil Mukherjee - AFP

Nach dem Rekordbörsengang in Indien hat der Aktienkurs des Telekommunikationsunternehmens Jio Platforms vom Milliardär Mukesh Ambani zum ersten Handelstag einen Sprung von mehr als 21 Prozent verzeichnet. Die Aktie des Unternehmens startete bei Börsenöffnung bei 1,358 Rupien - weit mehr als der Ausgabepreis von 1,119 Rupien. Das Unternehmen hatte zuvor die bisher größte Börseneinführung Indiens hingelegt und etwa 3,2 Milliarden Dollar eingenommen.

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Jio Platforms ist der digitale Zweig von Ambanis Unternehmensgruppe Reliance Industries. Zu Jio gehört der größte Mobilfunkanbieter Indiens. Mit mehr als 530 Millionen Kunden verdient Jio derzeit das meiste Geld im Telekommunikationsbereich, jedoch weitete das Unternehmen sein Geschäft in den vergangenen Jahren auch auf neue Felder wie die digitale Dienstleistungen und Künstliche Intelligenz (KI) aus.

Der mit Spannung erwartete Börsengang von Jio löste in der vergangenen Woche eine starke Nachfrage aus - die Aktie wurde 22-fach überzeichnet. In den nächsten zehn Jahren "wollen wir jede Technologie demokratisieren, die indische Leben transformieren kann", sagte Jio-Geschäftsführer Akash Ambani, ältester Sohn von Mukesh Ambani, bei einer Zeremonie zur Börseneinführung. "KI, Cloud, vernetzte Geräte, Konnektivität sogar aus dem All und digitale Dienste, die noch gar nicht vorzustellen sind."

Experten zufolge ist Jio der Schlüssel zur Strategie des Reliance-Konzerns, sich von seinem traditionellen Ölgeschäft zu entfernen. Nach Berichten indischer Medien erwägt das Unternehmen ein Satellitennetzwerk in niedriger Umlaufbahn, um damit Internetzugang anbieten zu können. Damit würde es mit dem Starlink-Satellitennetzwerk von Elon Musk konkurrieren, das sich seit Jahren um einen Einstieg in Indien bemüht.

Jüngst warf Musk namentlich ungenannten indischen "Oligarchen" vor, die Markteinführung von Starlink in dem Land zu verhindern. Er bezeichnete den Reliance-Vorstandsvorsitzenden als "Ministerpräsident Ambani" und "den wahren Chef Indiens". Reliance erklärte darauf, niemals die "Konkurrenz gefürchtet" zu haben. Das Unternehmen begrüße Angebote in der Satellitenkommunikation, auch von Starlink.

A.Saggese--PV

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