Pallade Veneta - Leonardo DiCaprio in Prozess um 1MDB-Finanzskandal als Zeuge vor Gericht

Leonardo DiCaprio in Prozess um 1MDB-Finanzskandal als Zeuge vor Gericht


Leonardo DiCaprio in Prozess um 1MDB-Finanzskandal als Zeuge vor Gericht
Leonardo DiCaprio in Prozess um 1MDB-Finanzskandal als Zeuge vor Gericht / Foto: SPENCER PLATT - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Hollywoodstar Leonardo DiCaprio ist in Washington vor Gericht erschienen - als Zeuge in einem Prozess im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Finanzskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Vor den Geschworenen berichtete der US-Schauspieler am Montag, wie er den mutmaßlichen Haupttäter in dem Skandal, Low Taek Jho, kennenlernte und mit ihm rauschende Partys feierte. Zudem hatte 1MDB den Hollywood-Film "The Wolf of Wall Street" aus dem Jahr 2013 mit DiCaprio in der Hauptrolle mitfinanziert.

Textgröße ändern:

Er habe Low Taek Jho etwa 2010 bei einer Party in Las Vegas kennengelernt, berichtete DiCaprio vor Gericht. Lächelnd fügte er hinzu, dass er sich nicht mehr an alles erinnere, was an diesem Abend geschehen sei. Er sei danach mehrfach zu Veranstaltungen von Low eingeladen worden. Dazu zählte auch eine Silvesterparty in einem Privatflugzeug, das die Feiernden von Australien in die USA flog, um zweimal Mitternacht zu erleben. Zur Finanzierung von "The Wolf of Wall Street" sagte DiCaprio, sein Anwaltsteam und auch das Filmstudio hätten grünes Licht dafür gegeben.

In dem Prozess in Washington geht es konkret um Vorwürfe gegen den Musiker Pras Michel von The Fugees. Er soll geholfen haben, Geld von Low insgeheim weitergeleitet zu haben, unter anderem für Wahlkampfspenden an die Demokraten.

Der malaysische Staatsfonds 1MDB steht im Zentrum eines der größten Betrugsskandale der Finanzgeschichte. Dabei wurde malaysisches Staatsgeld in Milliardenhöhe veruntreut, um in verschiedenen Ländern Luxusgüter zu kaufen, von Kunstwerken über Immobilien bis hin zu Jachten. Und es wurde auch Geld in "The Wolf of Wall Street" gesteckt. Der Hauptverdächtige Low weist die Vorwürfe zurück und befindet sich seit Jahren auf der Flucht.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Nicht nur beten und appellieren - Papst Leo XIV. trifft bei Spanien-Besuch Bad Bunny

Papst Leo XIV. nutzt seine Spanien-Reise nicht nur für Messen und eine Rede vor dem Parlament - das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte auch eine kurze Begegnung mit Pop-Star Bad Bunny. "Ja, ich bestätige es", sagte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Dienstag vor Reportern. Der Sänger aus Puerto Rico sei am Montag "mit seiner Familie und ein paar anderen Leuten" im Bernabeu-Stadion von Real Madrid gewesen und dort dem Papst begegnet.

Heimliche Aufnahmen auf Schlachthof: Gericht bestätigt Unterlassungsanspruch

Von Tierrechtsaktivisten bei illegalem Eindringen in einen Schlachthof angefertigte Videoaufnahmen dürfen einem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg zufolge von diesen nicht veröffentlicht werden. Das entschied das niedersächsische Gericht am Dienstag unter Verweis auf einen vom Bundesverfassungsgericht aufgestellten Grundsatz in einem Zivilrechtsstreit zwischen zwei Aktivisten und einem Schlachthof. (Az. 13 U 45/25)

Sophia und Noah bleiben beliebteste Vornamen für Neugeborene in Deutschland

Sophia und Noah sind im vergangenen Jahr erneut die beliebtesten Vornamen für Neugeborene in Deutschland gewesen. Damit behauptete sich das Namensduo das dritte Jahr in Folge an der Spitze, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Trump interpretiert Buh-Rufe bei Basketball-Finalspiel in New York als Jubel

Ein Besuch von US-Präsident Donald Trump bei einem Basketball-Finalspiel in New York hat lautstarke Reaktionen bei den Zuschauern ausgelöst. Als vor dem Spiel am Montagabend die Nationalhymne erklang, wurde auf der Großleinwand der US-Präsident eingeblendet - und das Publikum reagierte mit lauten Buh-Rufen. Trump interpretierte dies indes als Jubel der Zuschauer. "Das waren in erster Linien Anfeuerungsrufe, scheint mir, lautstark und begeistert", sagte Trump, als er später auf die Rufe angesprochen wurde.

Textgröße ändern: