Pallade Veneta - Präsident des Deutschen Lehrerverbands fordert weniger Fächer an Grundschulen

Präsident des Deutschen Lehrerverbands fordert weniger Fächer an Grundschulen


Präsident des Deutschen Lehrerverbands fordert weniger Fächer an Grundschulen
Präsident des Deutschen Lehrerverbands fordert weniger Fächer an Grundschulen / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands hat angesichts einer sich verschlechternden Lesekompetenz bei Viertklässlern weniger Fächer und eine Neustrukturierung des Unterrichts an den Grundschulen gefordert. "Wir brauchen nicht nur weniger Fächer. Sondern auch innerhalb des Faches Deutsch mehr Konzentration auf die Basics", sagte Heinz-Peter Meidinger der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe). Konkret gehe es darum, Schülern Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen.

Textgröße ändern:

Entscheidend seien die Fächer Deutsch, Mathe und Sachkunde. Daneben sollten nur noch Kunst, Musik und Sport angeboten werden. Eenglisch oder Programmieren beispielsweise sollten hingegen gestrichen werden, forderte Meidinger.

Die Einführung von Grundschul-Englisch sei zur Hälfte auf die Kosten vom Fach Deutsch gegangen, kritisierte er. "Und ich weiß auch nicht, ob es sinnvoll ist, Grundschulkindern so wie heute häufig Programmierprogramme in die Hand zu drücken, wenn sie noch kaum lesen und schreiben könne", fügte er hinzu.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Studie: Nachfrage nach staatlicher Studienunterstützung sinkt weiter

Die Nachfrage nach staatlicher finanzieller Unterstützung während des Studiums sinkt weiter. 2024 bezogen nur 15,1 Prozent der Studierenden in Deutschland Bafög, Stipendien oder Studienkredite, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. Das waren 1,7 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Frauen beginnen häufiger ein MINT-Studium - neuer Höchststand

Frauen entscheiden sich immer häufiger für ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der Frauenanteil unter den Erstsemestern in solchen MINT-Fächern lag im Studienjahr 2024 bei 36 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das sei ein neuer Höchststand. Zehn Jahre zuvor betrug der Frauenanteil im ersten Fachsemester in diesem Bereich erst 31 Prozent.

Fehlerfrei ins zweite Halbjahr: Studienkreis verschenkt Rechtschreib-Ratgeber

Neue Broschüre und Rechtschreibtraining sollen Schreibkompetenz von Schülerinnen und Schülern stärken

Promotionsquote: Studienfach Chemie führt mit 80 Prozent

Das Studienfach Chemie hat in Deutschland im Jahr 2024 die höchste Promotionsquote aller Fächer erreicht. Rechnerisch führten rund 80 Prozent der Masterabschlüsse später zu einer Promotion, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. In Biologie und Medizin lag die Quote jeweils bei 71 Prozent. Deutlich niedriger war sie in Ingenieurfächern wie Maschinenbau mit 24 Prozent oder Elektrotechnik mit 21 Prozent.

Textgröße ändern: