Pallade Veneta - Knapp jeder zehnte Schüler besucht Privatschule

Knapp jeder zehnte Schüler besucht Privatschule


Knapp jeder zehnte Schüler besucht Privatschule
Knapp jeder zehnte Schüler besucht Privatschule / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Knapp ein Zehntel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland besuchen Privatschulen. Im Schuljahr 2022/23 gingen von insgesamt knapp 8,7 Millionen Kindern und Jugendlichen an allgemeinbildenden Schulen rund 797.600 auf eine private Schule, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern:

Vor 20 Jahren lag der Anteil der Privatschüler noch bei 6,0 Prozent. Damals besuchten 590.400 Kinder und Jugendliche eine private Einrichtung.

Die Zahl der privaten allgemeinbildenden Schulen stieg binnen 20 Jahren von 2522 auf 3784 im Schuljahr 2022/23, während sich im selben Zeitraum die Zahl der öffentlichen allgemeinbildenden Schulen von 38.022 auf 28.882 verringerte. Insbesondere wurden knapp 2100 öffentliche Grundschulen geschlossen oder zusammengelegt.

Am höchsten war der Anteil von Privatschülerinnen und -schülern in Mecklenburg-Vorpommern. Im vergangenen Schuljahr besuchten dort 12,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen eine solche Schule. Auch in Sachsen (11,5 Prozent) und Bayern (11,2 Prozent) war der Anteil der Privatschüler vergleichsweise hoch. Am niedrigsten war er in Schleswig-Holstein mit rund 5,6 Prozent.

Insgesamt wurde für knapp 600.000 Kinder in der Lohn- und Einkommensteuer 2019 Schulgeld geltend gemacht. Eltern bezahlten im Schnitt 2030 Euro pro Jahr für einen Privatschulplatz. Am höchsten war das steuerlich geltend gemachte Schulgeld je Kind in Hessen mit durchschnittlich 3320 Euro, am niedrigsten in Sachsen mit 1210 Euro. Auf Kreisebene wurde das höchste durchschnittliche Schulgeld im Rhein-Kreis Neuss gezahlt (7690 Euro), gefolgt von Düsseldorf (7090 Euro) und dem Hochtaunuskreis (6840 Euro).

Allerdings erhalten beispielsweise Privatschulen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nur dann staatliche Zuschüsse, wenn sie kein Schulgeld erheben. Daher verzichten viele Privatschulen in diesen Ländern auf Gebühren. Bei denen, die es dennoch tun, sind sie verhältnismäßig hoch.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Studie: Nachfrage nach staatlicher Studienunterstützung sinkt weiter

Die Nachfrage nach staatlicher finanzieller Unterstützung während des Studiums sinkt weiter. 2024 bezogen nur 15,1 Prozent der Studierenden in Deutschland Bafög, Stipendien oder Studienkredite, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. Das waren 1,7 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Frauen beginnen häufiger ein MINT-Studium - neuer Höchststand

Frauen entscheiden sich immer häufiger für ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der Frauenanteil unter den Erstsemestern in solchen MINT-Fächern lag im Studienjahr 2024 bei 36 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das sei ein neuer Höchststand. Zehn Jahre zuvor betrug der Frauenanteil im ersten Fachsemester in diesem Bereich erst 31 Prozent.

Fehlerfrei ins zweite Halbjahr: Studienkreis verschenkt Rechtschreib-Ratgeber

Neue Broschüre und Rechtschreibtraining sollen Schreibkompetenz von Schülerinnen und Schülern stärken

Promotionsquote: Studienfach Chemie führt mit 80 Prozent

Das Studienfach Chemie hat in Deutschland im Jahr 2024 die höchste Promotionsquote aller Fächer erreicht. Rechnerisch führten rund 80 Prozent der Masterabschlüsse später zu einer Promotion, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. In Biologie und Medizin lag die Quote jeweils bei 71 Prozent. Deutlich niedriger war sie in Ingenieurfächern wie Maschinenbau mit 24 Prozent oder Elektrotechnik mit 21 Prozent.

Textgröße ändern: