Pallade Veneta - Brandstiftung in Schulumkleide: 13-Jähriger aus Berlin darf nicht mit auf Skifahrt

Brandstiftung in Schulumkleide: 13-Jähriger aus Berlin darf nicht mit auf Skifahrt


Brandstiftung in Schulumkleide: 13-Jähriger aus Berlin darf nicht mit auf Skifahrt
Brandstiftung in Schulumkleide: 13-Jähriger aus Berlin darf nicht mit auf Skifahrt / Foto: Joe Klamar - AFP/Archiv

Weil er zusammen mit anderen Jungen in der Umkleidekabine seiner Schule ein Feuer entfachte, darf ein 13-Jähriger aus Berlin nicht mit auf eine Skifahrt nach Österreich. Das Berliner Verwaltungsgericht billigte nach Angaben vom Mittwoch die entsprechende Ordnungsmaßnahme der Schule im Eilverfahren. Die Reise sollte in vier Tagen beginnen.

Textgröße ändern:

Im September 2024 entfachten dem Gericht zufolge zwei Schüler ein Feuer in der Nähe der Duschen in der Umkleidekabine. Der 13-Jährige habe weiteres Papier ins Feuer geworfen, wodurch viel Rauch entstand. Die Klassenkonferenz habe noch im selben Monat beschlossen, den 13-Jährigen von der Skifahrt der achten Klassen auszuschließen.

Dagegen wandte sich der Schüler an das Gericht. Er hält das Vorgehen der Schule für unverhältnismäßig und verweist darauf, dass sein Fehlverhalten schon lange her ist. Außerdem sei er nicht der Haupttäter der Brandstiftung gewesen.

Das Verwaltungsgericht hielt den Ausschluss des 13-Jährigen von der Reise aber für rechtmäßig. Eine Brandstiftung während der Schulzeit berge Gefahren für Leib und Leben, erklärte es. Bei der Skifahrt seien die Lehrkräfte darauf angewiesen, dass die etwa 130 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern klare Anweisungen befolgten.

Nur so könne die Sicherheit für alle gewährleistet werden. In der ungewohnten Umgebung und bei der besonderen Nähe rund um die Uhr sei es besonders wichtig, dass undizipliniertes, Andere gefährdendes Verhalten unterbleibe. Zu Recht habe die Schule davon ausgehen können, dass der 13-Jährige den reibungslosen Verlauf der Reise gefährden könne.

Die beiden Mitschüler, die ebenfalls an der Brandstiftung beteiligt waren, bekamen einen Verweis, dürfen aber mit nach Österreich. Auch das beanstandete das Gericht nicht. Der 13-Jährige habe nämlich - anders als die beiden Mitschüler - schon in der Vergangenheit mehrmals Fehlverhalten an den Tag gelegt.

Seit Herbst 2022 sei er an verschiedenen Vorfällen beteiligt gewesen und habe sich körperlich und verbal übergriffig verhalten. Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Britischer Prinz George wechselt im September auf Eliteschule Eton

Prinz George, der älteste Sohn des britischen Thronfolgers Prinz William, wird ab September die Eliteschule Eton besuchen. Der Kensington-Palast gab den Schulwechsel am Dienstag bekannt. Der zwölfjährige George folgt damit seinem Vater William und seinem Onkel Harry, die ebenfalls in Eton zur Schule gingen. Unklar ist bisher, ob George auch im Internat der Schule wohnen wird. Eton ist nur wenige Kilometer vom Wohnsitz seiner Eltern auf dem Gelände von Schloss Windsor entfernt.

Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) pocht auf die von der Koalition versprochene Bafög-Erhöhung. "Der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Bafög ist ein verheerendes Signal an die Studierenden und die junge Generation insgesamt", sagte DSW-Vorstandschef Matthias Anbuhl der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation geht nun Schritt für Schritt in Rente", betonte Anbuhl.

Bildungsbericht zeigt erneut Defizite bei Chancengerechtigkeit und Kompetenzen

Der Nationale Bildungsbericht zeigt erneut deutliche Defizite bei Chancengerechtigkeit und grundlegenden Standards auf. "Die Bildungsschere tut sich ab der Geburt auf", sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Montag bei der Vorstellung des Berichts. Sie betonte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und will dazu neben der Kita verstärkt die Familien in die Pflicht nehmen.

Streit um Bafög-Reform: DGB warnt vor Politikverdrossenheit bei jungen Menschen

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Streits in der Koalition über die geplante Bafög-Reform hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die CDU davor gewarnt, junge Menschen aus dem Blick zu verlieren. "Die aktuelle Diskussion um ein Aussetzen der Bafög-Reform treibt Studierende und Schülerinnen und Schüler in die Politikverdrossenheit", erklärte DGB-Vize Elke Hannack am Montag. Sie ist selbst Mitglied im CDU-Bundesvorstand.

Textgröße ändern: