Pallade Veneta - Qualifizierungsgrad der deutschen Bevölkerung hat sich zuletzt weiter erhöht

Qualifizierungsgrad der deutschen Bevölkerung hat sich zuletzt weiter erhöht


Qualifizierungsgrad der deutschen Bevölkerung hat sich zuletzt weiter erhöht
Qualifizierungsgrad der deutschen Bevölkerung hat sich zuletzt weiter erhöht / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Qualifizierungsgrad der deutschen Bevölkerung hat in den vergangenen Jahren weiter deutlich zugenommen. Das ist eines der Ergebnisse des am Donnerstag in Berlin vorgestellte neuen nationalen Bildungsberichts für Bund und Länder. Demnach verfügten 2020 rund 26 Prozent oder etwa ein Viertel der Menschen hierzulande über einen höheren beruflichen oder akademischen Abschluss. 2010 hatte der Anteil demnach fünf Prozentpunkte niedriger gelegen.

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Von den Unter-20-Jährigen sind laut Bildungsbericht inzwischen nur 1,5 Prozent ohne einen Abschluss. Demnach gibt es aber nach wie vor einen relativ konstanten Anteil von erwachsenen Menschen ohne beruflichen Abschluss oder ohne Hochschulreife. Insbesondere bei Menschen mit Migrationshintergrund sei dieser Zusammenhang überdurchschnittlich hoch.

Der Bildungsbericht wird alle zwei Jahre im Auftrag von Bund und Ländern von Experten erstellt, um einen Überblick über die Entwicklungen und den Zustand des Bildungssystems zu liefern. Dabei werden sämtliche Bereiche von der Kitabetreuung über das Schul- und Hochschulsystem bis hin zur Erwachsenenfortbildung wissenschaftlich beleuchtet. Es geht um eine empirische Datenbasis, die bei der politischen Steuerung helfen und als Diskussionsgrundlage für bildungspolitische Debatten dienen soll.

Insgesamt stieg die Zahl der Menschen, die Bildungsangebote wahrnahmen, zwischen 2010 und 2020 um vier Prozent oder etwa 600.000. Das war laut Bericht durch eine vorübergehend höhere Geburtentrate, Zuzüge aus dem Ausland und einen generellen Trend zu lebenslangem Lernen verursacht. Parallel dazu nahm die Zahl der Bildungseinrichtungen um vier Prozent oder rund 4000 zu, vor allem im Kita- sowie im Hochschulbereich.

Im Jahr 2021 lag die Quote der in Kitas betreuten Drei- bis Sechsjährigen demnach bei rund 92 Prozent, bei den Unter-Dreijährigen betrug sie 34 Prozent. Das Angebot an Ganztagsschulen wurde in den vergangenen Jahren massiv ausgeweitet. Hatten im Schuljahr 2005/2006 erst 28 Prozent aller Schulen ein Ganztagsangebot, waren es im Schuljahr 2020/2021 bereits 71 Prozent.

Der Bericht geht zugleich davon aus, dass der Bedarf in den kommenden Jahren weiter steigt und insbesondere in den westdeutschen Bundesländern mehr als 500.000 zusätzliche Plätze an Ganztagsschulen benötigt werden. Diese und andere Entwicklungen führen demnach auch zu einem wachsenden Bedarf an Fachkräften im Bildungsbereich. Bis 2025 sind es laut Bericht etwas mehr als hunderttausend. Mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf eine Ganztagsbetreuung bis zum Jahr 2030 sind es bis zu knapp 66.000 weitere.

E.Magrini--PV

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