Pallade Veneta - Philologenverband fordert Sommerferienbeginn frühestens ab Anfang Juli

Philologenverband fordert Sommerferienbeginn frühestens ab Anfang Juli


Philologenverband fordert Sommerferienbeginn frühestens ab Anfang Juli
Philologenverband fordert Sommerferienbeginn frühestens ab Anfang Juli / Foto: Richard BOUHET - AFP/Archiv

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) hat für alle Bundesländer einen Sommerferienbeginn frühestens ab dem ersten Juliwochenende gefordert. So sei das Zeitfenster zwischen Beginn und Ende der zentralen und dezentralen Abiturprüfungen und dem Beginn der Sommerferien ausreichend lang, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Dadurch würden Schülerinnen und Schülern besser vergleichbare Prüfungsvorbereitungszeiten ermöglicht.

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Lehrerinnen und Lehrer hätten zudem angemessen Zeit für Vorbereitung und Korrektur der Prüfungen. Es würde eine gerechtere Vergleichbarkeit zwischen den Ländern ermöglicht.

"Ein früherer Ferienstart schon im Juni erschwert nicht nur die sinnvolle Unterrichtsplanung, sondern verdichtet die zentralen und dezentralen Prüfungszeiträume für die Prüflinge", erklärte die DPhV-Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing. Zudem erhöhe ein früher Ferienbeginn den Stress für die Lehrer, weil sie in manchen Ländern weniger Zeit für die Bewertung der Prüfungen hätten.

Als Beispiel führte der Verband an, dass in Mecklenburg-Vorpommern die Sommerferien im Jahr 2021 am 21. Juni begonnen hatten. Die letzte schriftliche zentrale Abiturprüfung habe am 12. Mai stattgefunden. Schülerinnen und Schüler hätten nur wenig Zeit gehabt, sich auf die Prüfungen vorzubereiten. Für Lehrkräfte seien zudem nur wenige Tage geblieben, um die Prüfungen zu korrigieren.

Lehrkräfte seien während der Abiturprüfungen nicht grundsätzlich vom nebenher regulär stattfindenden Regelunterricht befreit, kritisierte Lin-Klitzing. Oft müssten sie einen entsprechenden Antrag stellen. Ob dieser genehmigt werde, hänge von der Schulleitung ab.

Prüflinge hätten in den Ländern mit frühem Ferienstart weniger Zeit zwischen den einzelnen Prüfungen, Lehrkräfte kürzere Korrekturzeiträume. "Das erzeugt nicht nur Stress, es ist schlicht ungerecht", erklärte Lin-Klitzing.

E.Magrini--PV

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