Pallade Veneta - Frankreichs Regierungschef verurteilt mutmaßlich islamfeindlichen Mord in Moschee

Frankreichs Regierungschef verurteilt mutmaßlich islamfeindlichen Mord in Moschee


Frankreichs Regierungschef verurteilt mutmaßlich islamfeindlichen Mord in Moschee
Frankreichs Regierungschef verurteilt mutmaßlich islamfeindlichen Mord in Moschee / Foto: Sylvain THOMAS - AFP

Nach einem mutmaßlich islamfeindlich motivierten Mord in einer Moschee in Südfrankreich hat Premierminister François Bayrou eine Bestrafung des flüchtigen Täters zugesichert. Alle Ressourcen des Staates seien mobilisiert, um den Angreifer zu fassen und zu bestrafen, erklärte Bayrou am Samstag im Onlinedienst X. Er sprach von einer "islamfeindlichen Gräueltat" und sprach den Angehörigen des Opfers und der muslimischen Gemeinschaft seine Anteilnahme aus.

Textgröße ändern:

Ein Angreifer hatte am Freitag in einer Moschee im Dorf La Grand-Combe in Südfrankreich einen Gläubigen mit dutzenden Messerstichen getötet. Anschließend hatte er den Sterbenden mit seinem Handy gefilmt und dabei islamfeindliche Flüche gerufen. Das Video der Tat schickte der Mann offenbar an eine Kontaktperson, die die Aufnahmen in einem Onlinedienst veröffentlichte und später löschte.

Nach dem Täter werde gefahndet, sagte Staatsanwalt Abdelkrim Grini am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft prüfe eine Übernahme des Falls.

Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich das Opfer und der Täter allein in der Moschee. Der Angreifer stach bis zu 50-mal auf sein Opfer ein und ergriff dann die Flucht. Der Tote wurde später gefunden, als weitere Gläubige zum Freitagsgebet in der Moschee eintrafen. Bei dem Opfer handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen jungen Mann, der die Moschee regelmäßig besuchte. Der Angreifer sei dagegen zuvor nicht in dem Gotteshaus gesehen worden.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Mecklenburg-Vorpommern: 57-Jähriger stirbt bei Arbeiten an Lastwagenanhänger

Bei Sicherungsarbeiten an der Ladung eines Sattelaufliegers ist ein 57-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Der Arbeitsunfall ereignete sich am Montag auf einem Agrargelände nahe Neubukow, wie die Polizei in Rostock am Dienstag mitteilte. Der Mann war als Mitarbeiter eines Transportunternehmens mit Sicherungsarbeiten an der Ladung des Sattelaufliegers beschäftigt.

US-Abgeordnete kritisieren Schwärzung von Namen in Epstein-Akten "ohne ersichtlichen Grund"

US-Abgeordnete haben bei der Überprüfung der Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein die Entfernung von Namen in den öffentlich zugänglichen Dokumenten beanstandet. Viele Namen von Menschen, die Epstein unterstützt hätten, seien "ohne ersichtlichen Grund einfach geschwärzt worden", sagte der Abgeordnete der Demokratischen Partei aus Maryland, Jamie Raskin, am Montag (Ortszeit) vor Journalisten. Der wegen der Ernennung des Epstein-Freundes Paul Mandelson zum Botschafter in den USA unter Druck geratene britische Premier Keir Starmer lehnte derweil einen Rücktritt ab.

Baden-Württemberg: 37-Jähriger erschießt Ehefrau auf offener Straße

In Baden-Württemberg hat ein Mann seine Ehefrau auf offener Straße erschossen. Die Tat ereignete sich am Dienstagvormittag auf der Rückseite eines Wohn- und Geschäftshauses in Schrozberg, wie die Behörden in Aalen mitteilten. Laut Polizei fielen mehrere Schüsse, durch die die 38-Jährige tödlich verletzt wurde.

Verbände zu Dunkelfeldstudie: Ausmaß der Gewalt ist ein Schock

Mehrere Sozialverbände haben die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie zu partnerschaftlicher Gewalt als alarmierend bezeichnet und einen wirksamen Schutz der Betroffenen gefordert. Die vorgestellten Zahlen seien "ein Schock" und das tatsächliche Ausmaß von Gewalt übersteige die polizeiliche Statistik bei weitem, erklärte der Paritätische Gesamtverband am Dienstag. Der Bedarf an Schutz, Beratung und Prävention sei damit "weitaus größer als bislang angenommen".

Textgröße ändern: