Pallade Veneta - Staatstrauer nach Zugunglück in Spanien - Opferzahl steigt weiter

Staatstrauer nach Zugunglück in Spanien - Opferzahl steigt weiter


Staatstrauer nach Zugunglück in Spanien - Opferzahl steigt weiter
Staatstrauer nach Zugunglück in Spanien - Opferzahl steigt weiter / Foto: JAVIER SORIANO - AFP

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien hat in dem Land eine dreitägige Staatstrauer begonnen. Im ganzen Land wehen die Flaggen auf halbmast. König Felipe VI. und Königin Letizia besuchten am Dienstag die Unglücksstelle nahe Adamuz im Süden des Landes und trafen mit Rettungskräften zusammen. Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf mindestens 41.

Textgröße ändern:

Eine weitere Leiche wurde am Montagabend aus einem der entgleisten Waggons geborgen, wie die andalusische Regionalregierung mitteilte. 39 Verletzte werden weiter in Krankenhäusern behandelt, darunter vier Kinder. Insgesamt waren bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge mehr als 120 Menschen verletzt worden.

Am Montag hatte der andalusische Regionalpräsident Juan Manuel Moreno gewarnt, es könne ein bis zwei Tage dauern, bis die genaue Zahl der Todesopfer feststehe. Arbeiter setzten schweres Gerät ein, um die zum Teil völlig verbeulten und einen Hang hinabgestürzten Waggons anzuheben und Helfern Zugang zu verschaffen.

Bei dem Unglück war am Sonntagabend ein Hochgeschwindigkeitszug nahe dem Ort Adamuz im Süden Spaniens entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Das Unglück ereignete sich auf gerader Strecke, die Ursache ist bislang unklar. Die beiden Züge waren mit einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern unterwegs, als sie kollidierten.

Unter den Überlebenden ist nach spanischen Medienberichten ein sechsjähriges Mädchen, das bei dem Unglück seine Eltern, seinen Bruder und einen Cousin verlor. Feuerwehrmann Angel Uceda schilderte dem Radiosender Onda Cero, die Handys hätten neben den Verletzten und Toten geklingelt, als er in einen der verunglückten Waggons gelangt sei. "Es war grauenhaft, aber wir mussten unseren Job machen", sagte er.

Die Unglücksursache ist bislang unklar. Das Unglück ereignete sich auf gerader Strecke in einem frisch sanierten Abschnitt, beide Züge waren zudem innerhalb der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Der zuerst entgleiste Zug war zuletzt drei Tage vor dem Unglück gewartet worden.

20 Minuten vor dem Unglück hatten drei andere Züge die Stelle passiert, ohne dass "die geringste Anomalie auf der Strecke" gemeldet worden sei, sagte Verkehrsminister Óscar Puente am Dienstag. Unklar ist laut Puente, ob ein auf Fotos von der Unfallstelle zu sehender Bruch einer Schiene "die Ursache oder die Folge" des Unglücks sei.

Ein erster Untersuchungsbericht zu dem Unglück sei in zwei bis drei Monaten zu erwarten, sagte der Chef des spanischen Ingenieursverbands, César Franco.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten nach Sturm in Portugal gestorben

Nach dem heftigen Sturm "Kristin" in Portugal sind zwei Männer bei Dach-Reparaturarbeiten gestorben. In der Kleinstadt Batalha im Zentrum des Landes starb ein 73-Jähriger, der vom Dach stürzte, als er Ziegel ersetzen wollte, wie lokale Behörden am Samstag mitteilten. Ein zweiter Mann starb nach einem Sturz bei Reparaturarbeiten im nahegelegenen Alcobaca, erklärte der Bürgermeister der Kleinstadt. Er rief die Menschen zu erhöhter Vorsicht auf.

Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen

In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma am Samstag für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus. Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms "Kristin" nach Angaben des Energieversorgers E-Redes am Samstagnachmittag immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom.

Feuerwehr: Explosion in iranischer Hafenstadt durch Gasleck verursacht

Die Explosion in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas an der Golfküste ist nach Angaben der Feuerwehr von einem Gasleck verursacht worden. Es habe sich Gas in dem bei dem Unglück beschädigten Gebäude angesammelt, das dann explodiert sei, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr, Mohammed Amin Lyaghat, am Samstag im Staatsfernsehen. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar gewesen, was angesichts der derzeit verschärfte Spannungen zwischen dem Iran und den USA Spekulationen ausgelöst hatte.

Neue Epstein-Akten bringen britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis

Das US-Justizministerium hat Millionen weitere Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht - sie enthalten unter anderem Details, die den britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis bringen. Den am Freitag (Ortszeit) freigegebenen Akten zufolge schlug Epstein Andrew Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor - kurz nachdem Epstein eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte.

Textgröße ändern: