Pallade Veneta - Ukraine erhält von westlichen Partnern hochmoderne Luftabwehrsysteme

Ukraine erhält von westlichen Partnern hochmoderne Luftabwehrsysteme


Ukraine erhält von westlichen Partnern hochmoderne Luftabwehrsysteme
Ukraine erhält von westlichen Partnern hochmoderne Luftabwehrsysteme / Foto: JANEK SKARZYNSKI - AFP

Inmitten ihrer Vorbereitungen auf eine Frühjahrsoffensive hat die Ukraine von ihren westlichen Verbündeten hochmoderne Luftabwehrsysteme zum Schutz vor russischen Angriffen erhalten. "Heute wird unser schöner ukrainischer Himmel sicherer, weil die Patriot-Luftabwehrsysteme in der Ukraine angekommen sind", erklärte Verteidigungsminister Oleksij Resnikow am Mittwoch und dankte Deutschland, den USA und den Niederlanden. Deutschland lieferte zudem ein zweites Luftabwehrsystem vom Typ Iris-T.

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Deutschland, die USA und die Niederlande hätten "Wort gehalten", schrieb Resnikow im Onlinedienst Twitter. Angesichts der massiven russischen Luftangriffe auf ukrainische Infrastruktur hatte Kiew im vergangenen Jahr eindringlich um das Patriot-System gebeten. Die Bundesregierung hatte ein solches im im Januar zugesagt, nun wurde es auch geliefert.

Das bodengestützte Patriot-System ist mobil, die Abschussrampen können auf Lastwagen montiert werden. Das vom US-Unternehmen Raytheon hergestellte Waffensystem dient der Bekämpfung von größeren Zielen in der Luft wie Flugzeugen, Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Eine Patriot-Batterie kann bis zu 50 Ziele im Blick behalten und fünf Objekte gleichzeitig bekämpfen. Die Reichweite beträgt laut Bundeswehr rund 68 Kilometer.

Die USA hatten beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington im Januar erstmals die Lieferung eines Patriot-Luftabwehrsystems zugesagt. Die Niederlande erklärten sich zur Lieferung einzelner Teile des Systems bereit, darunter zwei Raketenwerfer und Raketen.

Deutschland hat die ukrainische Luftabwehr bereits mit der Lieferung von Flugabwehrpanzern vom Typ Gepard unterstützt. Am Mittwoch bestätigte eine Regierungssprecherin in Berlin zudem die Lieferung eines zweiten Luftabwehrsystems vom Typ Iris-T. Ein erstes Exemplar hatte Deutschland im vergangenen Jahr geliefert, insgesamt sagte Deutschland der Ukraine vier Iris-T-Systeme zu.

Die ukrainische Armee meldete unterdessen russische Drohnenangriffe auf die südliche Region Odessa. Die meisten Drohnen vom Typ Schahed-136 seien zerstört worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Odessa, Jurij Kruk, im Messengerdienst Telegram mit. Tote oder Verletzte habe es bei den nächtlichen Angriffen nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben, allerdings sei ein öffentliches Gebäude getroffen worden.

Die Schahed-Drohnen werden im Iran hergestellt und können zwischen 35 und 50 Kilogramm Sprengstoff transportieren. Die russische Armee setzt diese Drohnen regelmäßig in der Ukraine ein. Desweiteren meldete die ukrainische Armee vier Raketenangriffe und 60 Luftangriffe durch Russland. Dabei seien mehrere Zivilisten verletzt worden.

Für den Wiederaufbau der Ukraine stellt die Bundesregierung der Ukraine weitere 111 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Landes zur Verfügung. Nach Angaben des Entwicklungsministeriums in Berlin sollen mit den Geldern insbesondere Wohnungen für Binnenvertriebene geschaffen und ukrainische Gemeinden bei der Reparatur und Ausstattung von Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern unterstützt werden. Insgesamt hat Berlin der Ukraine den Angaben zufolge seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar vergangenen Jahres 3,6 Milliarden Euro an ziviler Unterstützung zukommen lassen.

Auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim verhinderte der russische Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben einen "Sabotage-Akt" gegen Energie-Infrastruktur. Es sei ein 1971 geborener Mann mit der Staatsbürgerschaft Russlands und der Ukraine festgenommen worden, erklärte der FSB. Ihm würden Sabotage-Pläne und der Besitz von Sprengstoff vorgeworfen.

Russland hatte die Krim 2014 annektiert. Seit dem Beginn des Militäreinsatzes in der Ukraine vor gut einem Jahr gibt es auf der Halbinsel immer wieder Sabotageakte gegen die russische Armee. Diese gelten unter anderem Militärstützpunkten oder auch für die Truppenversorgung wichtigen Brücken. Mehrere mutmaßliche Beteiligte wurden deshalb bereits von den von Moskau eingesetzten Gerichten der Krim zu langen Haftstrafen verurteilt.

C.Grillo--PV

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