Pallade Veneta - Guatemalas Präsident zu Besuch in Taiwan eingetroffen

Guatemalas Präsident zu Besuch in Taiwan eingetroffen


Guatemalas Präsident zu Besuch in Taiwan eingetroffen
Guatemalas Präsident zu Besuch in Taiwan eingetroffen / Foto: Handout - MOFA/AFP

Inmitten wachsender Spannungen im Taiwan-Konflikt ist der Präsident von Guatemala, Alejandro Giammattei, zu einem Besuch in Taipeh eingetroffen. Vom taiwanischen Außenministerium am Montag veröffentlichte Bilder zeigen Giammattei bei seiner Ankunft am internationalen Flughafen Taoyuan in Begleitung von Außenminister Joseph Wu. Er wolle mit seinem Besuch eine "klare Botschaft senden, dass Länder ein Recht auf Selbstverwaltung haben", sagte Giammattei vor seiner Abreise aus Guatemala.

Textgröße ändern:

Das mittelamerikanische Land ist angesichts Chinas Versuchen, mehr Staaten im Taiwan-Konflikt auf seine Seite zu ziehen, eines der wenigen verbliebenen Länder, die die Souveränität der Insel anerkennen.

Taipeh steht unter wachsendem Druck durch Peking. Seit der Spaltung zwischen China und Taiwan im Jahr 1949 betrachtet Peking die Insel als abtrünniges Gebiet, das es wieder mit dem Festland vereinigen will - notfalls mit militärischer Gewalt. Diplomatische Beziehungen anderer Länder zu Taiwan betrachtet Peking als Verletzung seiner Ein-China-Politik. Derzeit erkennen nur 13 Staaten Taiwan als eigenständiges Land an.

Während Giammatteis viertägigen Besuchs sind eine Rede vor dem taiwanischen Parlament sowie der Besuch eines Technologieunternehmens geplant. Nach Angaben des taiwanischen Präsidialamtes soll Giammattei zudem an einer Veranstaltung zur Förderung von guatemaltekischem Kaffee teilnehmen.

Am Mittwoch hatte Peking die Regierung Guatemalas davor gewarnt, "Übeltätern zu helfen und dem allgemeinen weltweiten Trend sowie den Bestrebungen des guatemaltekischen Volkes zu seinem Vorteil zuwiderzuhandeln".

Giammatteis Besuch folgt auf eine Reise der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen Ende März nach Guatemala und Belize, nachdem China im Konflikt mit Taiwan zuletzt Honduras auf seine Seite gezogen hatte.

Auf ihrer Rückreise legte Tsai Ing-Wen einen Zwischenstopp in den USA ein, wo sie den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses und dritthöchsten Vertreter des Landes, Kevin McCarthy, traf und zog damit den Zorn Pekings auf sich. Als Reaktion darauf trainierte die chinesische Armee kürzlich in einem Großmanöver die Umzingelung Taiwans.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Dänemark eröffnet Botschaft in Damaskus wieder

Dänemark hat seine Botschaft in Syrien wieder eröffnet. Die Zeremonie fand im Beisein des dänischen Außenministers Lars Lökke Rasmussen und seines syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani statt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Montag. Wegen des syrischen Bürgerkriegs war die Botschaft 14 Jahre lang geschlossen gewesen.

Früherer französischer Premierminister Édouard Balladur gestorben

Der frühere französische Premierminister Édouard Balladur ist tot. Wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb Balladur am Montag im Alter von 97 Jahren in Paris. Für ihn werde eine Trauermesse "im engsten Familienkreis" abgehalten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Türkei offen für Beitritte anderer Länder zu Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat sich offen für den Beitritt anderer Länder zum neuen Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien gezeigt. "Das Bündnis richtet sich gegen keinen Staat und andere Länder in unserer Region können ihm beitreten, wenn sie unsere Grundprinzipien wahren", sagte Fidan nach dem ersten Ministertreffen des Militärbündnisses am Montag in Istanbul auf die Frage, ob zum Beispiel Ägypten beitreten könne.

Merz warnt vor AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: "kein Experimentierfeld für Wutbürger"

Bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt kurz vor der Wahl hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor den Folgen einer AfD-Regierung gewarnt. "Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden", sagte Merz am Montagabend bei einem Auftritt mit Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) in Quedlinburg. Dies ginge "am Ende zulasten der Menschen in Sachsen-Anhalt", warnte er.

Textgröße ändern: