Pallade Veneta - Prozess gegen mutmaßlichen syrischen Milizenkämpfer in Berlin begonnen

Prozess gegen mutmaßlichen syrischen Milizenkämpfer in Berlin begonnen


Prozess gegen mutmaßlichen syrischen Milizenkämpfer in Berlin begonnen
Prozess gegen mutmaßlichen syrischen Milizenkämpfer in Berlin begonnen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Vor dem Berliner Kammergericht muss sich seit Montag ein mutmaßliches früheres Mitglied einer syrischen Islamistenmiliz verantworten. Zu Prozessbeginn verlas der Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft Berlin die Anklage. Diese wirft dem 31-jährigen Rasoul H. Z. die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vor. Der Syrier soll sich demnach als 20-Jähriger im Herbst 2012 in seiner Heimat freiwillig der Miliz Ahrar al-Scham angeschlossen haben.

Textgröße ändern:

Für diese habe er anderthalb Jahre lang an kriegerischen Auseinandersetzungen mit der syrischen Armee teilgenommen. Ahrar al-Scham ist laut Anklage ein Zusammenschluss mehrerer kleiner Organisationen mit radikalreligiösen Anschauungen. Sie soll das Ziel verfolgt haben, die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad zu stürzen und eine Gesellschaft nach fundamental-islamistischen Grundsätzen einzuführen.

Der Generalstaatsanwaltschaft zufolge setzte die Organisation dabei auch auf terroristische Mittel wie Sprengstoffanschläge und gezielten Tötungen. Zivile Opfer habe die Miliz bei ihrem Kampf in Kauf genommen. Der 31-Jährige soll bei seinem Einsatz für die Gruppe ein Kalaschnikow-Sturmgewehr eingesetzt haben.

Dieses unterliegt dem Kriegswaffenkontrollgesetz - die Anklagebehörde wirft dem Mann deshalb auch ein Verstoß dagegen vor. Der Beschuldigte äußerte sich am Montag nicht zu den Vorwürfen. Es sei jedoch an einem der nächsten Verhandlungstage eine Stellungnahme geplant, sagte sein Verteidiger. In dem Prozess vor einem Strafsenat wurden weitere Termine bis Mitte Juni angesetzt.

L.Barone--PV

Empfohlen

Dänemark eröffnet Botschaft in Damaskus wieder

Dänemark hat seine Botschaft in Syrien wieder eröffnet. Die Zeremonie fand im Beisein des dänischen Außenministers Lars Lökke Rasmussen und seines syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani statt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Montag. Wegen des syrischen Bürgerkriegs war die Botschaft 14 Jahre lang geschlossen gewesen.

Früherer französischer Premierminister Édouard Balladur gestorben

Der frühere französische Premierminister Édouard Balladur ist tot. Wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb Balladur am Montag im Alter von 97 Jahren in Paris. Für ihn werde eine Trauermesse "im engsten Familienkreis" abgehalten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Türkei offen für Beitritte anderer Länder zu Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat sich offen für den Beitritt anderer Länder zum neuen Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien gezeigt. "Das Bündnis richtet sich gegen keinen Staat und andere Länder in unserer Region können ihm beitreten, wenn sie unsere Grundprinzipien wahren", sagte Fidan nach dem ersten Ministertreffen des Militärbündnisses am Montag in Istanbul auf die Frage, ob zum Beispiel Ägypten beitreten könne.

Merz warnt vor AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: "kein Experimentierfeld für Wutbürger"

Bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt kurz vor der Wahl hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor den Folgen einer AfD-Regierung gewarnt. "Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden", sagte Merz am Montagabend bei einem Auftritt mit Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) in Quedlinburg. Dies ginge "am Ende zulasten der Menschen in Sachsen-Anhalt", warnte er.

Textgröße ändern: