Pallade Veneta - Macron kritisiert Äußerungen des chinesischen Botschafters zu Ex-Sowjetrepubliken

Macron kritisiert Äußerungen des chinesischen Botschafters zu Ex-Sowjetrepubliken


Macron kritisiert Äußerungen des chinesischen Botschafters zu Ex-Sowjetrepubliken
Macron kritisiert Äußerungen des chinesischen Botschafters zu Ex-Sowjetrepubliken / Foto: Kenzo TRIBOUILLARD - AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Bemerkungen des chinesischen Botschafters in Frankreich zur Souveränität ehemaliger Sowjetrepubliken kritisiert und den betroffenen Ländern seine Solidarität ausgedrückt. "Ich denke, es ist für einen Diplomaten nicht angemessen, diese Form der Sprache zu wählen", sagte Macron am Rande eines Gipfeltreffens in der belgischen Hafenstadt Ostende am Montag. "Daher volle Solidarität mit den Ländern, die in ihrer Lesart der Geschichte und ihren Grenzen angriffen wurden", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Das französische Außenministerium ermahnte den chinesischen Botschafter Lu Shaye unterdessen, "dass seine öffentlichen Stellungnahmen der offiziellen Haltung seines Landes entsprechen sollten". Shaye war am Montag mit dem Kabinettschef der Außenministerin Catherine Colonna zusammengetroffen, dieser Termin war allerdings schon länger geplant gewesen.

Der Kabinettsdirektor habe auf den "inakzeptablen Charakter" der Äußerungen verwiesen, mit denen der Diplomat "den Respekt der Souveränität, der Unabhängigkeit und der territorialen Einheit in Frage gestellt" habe.

Shaye hatte in einem Interview mit dem französischen Nachrichtensender LCI gesagt, die nach dem Kalten Krieg aus der Sowjetunion hervorgegangenen Länder hätten "keinen wirksamen Status nach internationalem Recht, weil es kein internationales Abkommen gibt, das ihren Status als souveräne Nationen bestätigt". Dies hatte heftige Kritik ausgelöst. Das Außenministerium in Peking erklärte später, China respektiere den "souveränen Status" aller ehemaligen Sowjetrepubliken.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Dänemark eröffnet Botschaft in Damaskus wieder

Dänemark hat seine Botschaft in Syrien wieder eröffnet. Die Zeremonie fand im Beisein des dänischen Außenministers Lars Lökke Rasmussen und seines syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani statt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Montag. Wegen des syrischen Bürgerkriegs war die Botschaft 14 Jahre lang geschlossen gewesen.

Früherer französischer Premierminister Édouard Balladur gestorben

Der frühere französische Premierminister Édouard Balladur ist tot. Wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb Balladur am Montag im Alter von 97 Jahren in Paris. Für ihn werde eine Trauermesse "im engsten Familienkreis" abgehalten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Türkei offen für Beitritte anderer Länder zu Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat sich offen für den Beitritt anderer Länder zum neuen Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien gezeigt. "Das Bündnis richtet sich gegen keinen Staat und andere Länder in unserer Region können ihm beitreten, wenn sie unsere Grundprinzipien wahren", sagte Fidan nach dem ersten Ministertreffen des Militärbündnisses am Montag in Istanbul auf die Frage, ob zum Beispiel Ägypten beitreten könne.

Merz warnt vor AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: "kein Experimentierfeld für Wutbürger"

Bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt kurz vor der Wahl hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor den Folgen einer AfD-Regierung gewarnt. "Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden", sagte Merz am Montagabend bei einem Auftritt mit Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) in Quedlinburg. Dies ginge "am Ende zulasten der Menschen in Sachsen-Anhalt", warnte er.

Textgröße ändern: