Pallade Veneta - US-Generalstabschef warnt vor Folgen von drohendem Zahlungsausfall für Militär

US-Generalstabschef warnt vor Folgen von drohendem Zahlungsausfall für Militär


US-Generalstabschef warnt vor Folgen von drohendem Zahlungsausfall für Militär
US-Generalstabschef warnt vor Folgen von drohendem Zahlungsausfall für Militär / Foto: Jim WATSON - AFP/Archiv

US-Generalstabschef Mark Milley hat vor den Auswirkungen eines möglichen Zahlungsausfalls der USA auf die Streitkräfte des Landes gewarnt. "Es hätte bedeutende negative Auswirkungen auf die Bereitschaft, Moral und Fähigkeiten der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, sollten wir zahlungsunfähig werden", sagte der oberste US-Militär am Donnerstag vor Journalisten im Pentagon. Milley warnte auch vor einem "Schaden für das internationale Ansehen" der USA.

Textgröße ändern:

Ein Zahlungsausfall hätte "bedeutende wirtschaftliche Konsequenzen", was dann zu "Konsequenzen für die nationale Sicherheit" führen würde, führte der Generalstabschef aus. "Soldaten zu bezahlen, die Moral der Soldaten, Waffensysteme, Verträge, auf all das würde es Auswirkungen geben." Möglicherweise müssten Großübungen verkleinert oder ausgesetzt werden.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden und die oppositionellen Republikaner streiten unter wachsendem Zeitdruck über eine Anhebung der Schuldengrenze. Ohne eine Einigung droht den USA schon Anfang Juni die Zahlungsunfähigkeit, mit potenziell verheerenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen weit über das Land hinaus.

Finanzministerin Janet Yellen hat wiederholt gewarnt, schon der 1. Juni könne dieser "Tag X" sein. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, dass das Land zahlungsunfähig würde.

Biden beteuerte jedoch am Donnerstag, es werde "keinen Zahlungsausfall" geben. Gespräche mit Oppositionschef Kevin McCarthy, dem republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, seien "produktiv" gewesen.

Allerdings müsste eine mögliche Einigung zwischen Bidens Demokraten und den oppositionellen Republikanern noch den Kongress passieren. Am Donnerstag begann eine zehntägige parlamentarische Pause rund um den Feiertag Memorial Day am kommenden Montag. Die Parlamentarier können aber jederzeit zurückgerufen werden, um über einen Kompromiss abzustimmen.

Die Republikaner fordern Milliarden-Einsparungen, bevor sie einer Anhebung der Schuldengrenze zustimmen. Die Oppositionspartei lässt mit ihrer neuen Mehrheit im Repräsentantenhaus die Muskeln spielen.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Merz fordert CDU und CSU zu maximaler Geschlossenheit auf: Union werde bekämpft

Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz hat CDU und CSU zu maximaler Geschlossenheit aufgefordert. "CDU und CSU müssen enger zusammenstehen denn je", sagte Merz am Samstag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Die Union werde von "Extremisten" von ganz rechts und von ganz links bekämpft. Die Union wolle und werde diesen Kräften aber nicht Deutschland überlassen.

Netanjahu: Palästinenserbehörde steht "große Überraschung" bevor

Vor dem Hintergrund einer israelischen Großoffensive im besetzten Westjordanland hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "sehr große Überraschung" für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) angekündigt. "Wir haben den Nahen Osten umgestaltet", sagte Netanjahu am Freitag in einem Interview mit dem israelischen Sender i24News. "Es gibt auch eine sehr große Überraschung für die Palästinensische Autonomiebehörde", fügte er hinzu.

Nordkoreas Machthaber Kim besucht unangekündigt chinesische Grenzstadt

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat offenbar die chinesische Grenzstadt Dandong besucht. Das verlautete aus Regierungskreisen in Seoul, auch südkoreanische Medien berichteten am Samstag entsprechend. Kim überquerte die Grenze über eine große Brücke, die erst in der vergangenen Woche zwölf Jahre nach ihrer Fertigstellung offiziell eröffnet worden war.

70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz: Neue landesweite Proteste in Frankreich

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich wollen am Samstag "Gelbwesten", Gewerkschaften und Schüler im Land auf die Straße gehen. Angesichts der starken Spannungen werden rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Für die Demonstrationen gelten strenge Auflagen, in Paris wurde nur ein Protestmarsch genehmigt, dessen Route verkürzt wurde. Die Behörden in Lyon haben Demonstrationen im Stadtzentrum untersagt. In Marseille darf nur eine Gewerkschaftskundgebung stattfinden.

Textgröße ändern: