Pallade Veneta - US-Armee: Russische Söldnergruppe Wagner befindet sich in Mali

US-Armee: Russische Söldnergruppe Wagner befindet sich in Mali


US-Armee: Russische Söldnergruppe Wagner befindet sich in Mali
US-Armee: Russische Söldnergruppe Wagner befindet sich in Mali

Die US-Armee sieht die Präsenz von Kämpfern der berüchtigten russischen Söldnergruppe Wagner in Mali als erwiesen an. Nach derzeitigen Erkenntnissen seien "mehrere hundert" der Söldner in dem westafrikanischen Krisenstaat, sagte der Leiter des Afrika-Kommandos des US-Militärs, Stephen Townsend, am Freitag in einem Interview mit dem Sender Voice of America. Er widersprach damit der malischen Regierung, die die Präsenz der Söldner bestreitet.

Textgröße ändern:

"Wagner ist in Mali", betonte Townsend. Dem russischen Militär warf er vor, die Söldner zu unterstützen. "Sie werden von Flugzeugen der russischen Luftwaffe transportiert." Die USA stuften die Lage als "besorgniserregend" ein.

Die Wagner-Gruppe gilt als "Russlands Schattenarmee", Moskau bestreitet jedoch jegliche Verbindung zu ihr. Die Söldnergruppe soll unter anderem auch in der Ukraine, in Libyen, Syrien und in der Zentralafrikanischen Republik aktiv gewesen sein.

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian hatte der Wagner-Gruppe in der vergangenen Woche vorgeworfen, die Militärjunta in Mali unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Dschihadisten zu unterstützen. Moskau warf er vor, mit Blick auf den Status der Söldnergruppe zu lügen. "Wenn es um Söldner geht, die russische Veteranen sind, russische Waffen haben und die von russischen Flugzeugen transportiert werden, wäre es überraschend, wenn die russischen Behörden nichts davon wüssten", sagte er.

Bestätigt wurde die Präsenz der Wagner-Söldner am Freitag indirekt auch von UN-Generalsekretär António Guterres. Die Verwicklung der Söldner in den Konflikt in Mali dürfe nicht die "Ziele" der Vereinten Nationen beeinträchtigen, mahnte Guterres mit Blick auf die Kooperation zwischen der malischen Armee und der UN-Mission Minusma. "Was wir natürlich auch sehen wollen, ist eine vollständige Achtung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts."

Wie ein UN-Sprecher am Freitag mitteilte, gehen die Vereinten Nationen derzeit Berichten über ein angebliches Massaker in der Zentralafrikanischen Republik nach, an dem in der vergangenen Woche Soldaten des Landes und Söldner der Wagner-Gruppe beteiligt gewesen sein sollen. Es laufe eine Untersuchung, um die "Zahl der Opfer und Vertreibungen" durch den Vorfall festzustellen, erklärte der Sprecher.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

EPG-Gipfel: US-Truppenabzug drängt Europäer zu mehr Unabhängigkeit bei Verteidigung

Botschaft angekommen: Die Europäer haben nach der Ankündigung eines Abzugs von US-Soldaten aus Deutschland ihr Streben nach mehr Unabhängigkeit in der Verteidigung bekräftigt. Die Entscheidung Washingtons zeige, "dass wir die europäische Säule der Nato wirklich stärken müssen, und wir müssen wirklich mehr tun", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Rande des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Eriwan am Montag. Nato-Generalsekretär Mark Rutte betonte, die Europäer hätten die Botschaft von US-Präsident Donald Trump "laut und deutlich gehört".

Oberlandesgericht Frankfurt verurteilt IS-Rückkehrerin zu Bewährungsstrafe

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat eine IS-Rückkehrerin zu einer Jugendstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach die 30-jährige Angeklagte am Montag der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Frau hatte die Vorwürfe gestanden.

Möglicher Hormus-Einsatz: Minenjagdboot "Fulda" unterwegs Richtung Mittelmeer

Leinen los für den möglichen Einsatz in der Straße von Hormus: Ein Minenjagdboot der Deutschen Marine ist unterwegs in Richtung Mittelmeer. Die "Fulda" legte am Montagnachmittag vom Marinestützpunkt Kiel-Wik aus ab, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Das Schiff mit einer Besatzung von bis zu 45 Soldaten wird etwa zwei Wochen lang unterwegs sein. Grüne und Linke äußerten Bedenken gegen den Einsatz.

Bundesregierung will Schutz vor Cyberangriffen besser koordinieren

Die Bundesregierung will den Schutz vor Cyberangriffen ausbauen und besser koordinieren. Dazu wurde am Montag das Programm CyberGovSecure durch die Bundesverwaltung gestartet. In Abstimmung mit dem Bundesdigitalministerium und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen in den kommenden Jahren Maßnahmen zur Erhöhung der Cyberresilienz umgesetzt werden, wie das BSI in Bonn mitteilte.

Textgröße ändern: