Pallade Veneta - Länder fordern vor Treffen mit Lauterbach Änderungen bei Krankenhausreform

Länder fordern vor Treffen mit Lauterbach Änderungen bei Krankenhausreform


Länder fordern vor Treffen mit Lauterbach Änderungen bei Krankenhausreform
Länder fordern vor Treffen mit Lauterbach Änderungen bei Krankenhausreform / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Vor dem Spitzentreffen bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Krankenhausreform kommt aus den Ländern scharfe Kritik. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) drohte gegenüber dem "Münchner Merkur" vom Donnerstag mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Lauterbachs Vorhaben. Baden-Württembergs Ressortchef Manne Lucha (Grüne) warf Lauterbach im SWR vor, die Bedenken der Länder zu ignorieren. Mit der Reform will Lauterbach den finanziellen Druck auf die Krankenhäuser verringern und zugleich für eine bessere medizinische Qualität sorgen.

Textgröße ändern:

Lauterbach und die Gesundheitsministerinnen und -minister aus den Bundesländern wollen am Donnerstag einen neuen Versuch unternehmen, die letzten strittigen Punkte bei der Krankenhausreform zu klären. Die Bundesländer sind unzufrieden mit Lauterbachs Vorlage und verweisen unter anderem auf ungeklärte Finanzierungsfragen. Lauterbachs Ministerium ließ vor dem Treffen verlauten, es halte die Kritikpunkte der Länder "alle für lösbar".

Die Reform soll die Finanzierung der Kliniken durch eine Abkehr vom System der Bezahlung nach behandelten Fällen auf eine stabilere Grundlage stellen und zugleich durch eine stärkere medizinische Spezialisierung die Qualität erhöhen.

Die bayerische Ministerin Gerlach bekräftigte ihre Forderung nach Nothilfen für Krankenhäuser, um die durch die Inflation gestiegenen Kosten stemmen zu können. "Es wäre eine Katastrophe, wenn zahlreiche Kliniken in den nächsten Monaten und Jahren Insolvenz anmelden müssen, bevor eine Reform überhaupt wirken kann", sagte sie dem "Münchner Merkur". Bayern werde eine Verfassungsklage prüfen, sobald es einen Gesetzentwurf aus Lauterbachs Haus gebe.

Der baden-württembergische Minister Lucha kritisierte das Vorgehen des Bundesgesundheitsministeriums als "beschämend". Die Bundesländer hätten sich bereits mit dem Bund auf ein Eckpunktepapier geeinigt, dieses habe Lauterbach in der aktuellen Version der Krankenhausreform aber ignoriert. "Es ist tatsächlich sehr enttäuschend", sagte Lucha. Der aktuelle Arbeitsentwurf des Bundes würde Baden-Württemberg finanzielle Nachteile bringen.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Frankreich: Widerstandskämpferin Berger-Volle mit 105 Jahren gestorben

Die österreichisch-französische Widerstandskämpferin Mélanie Berger-Volle ist im Alter von 105 Jahren gestorben. Die gebürtige Wienerin, die sich während der deutschen Besatzung Frankreichs gegen die Nationalsozialisten engagierte und später der Erinnerungsarbeit widmete, starb im ostfranzösischen Saint-Étienne, wie die Präfektur des Départements Loire am Donnerstag mitteilte. Noch mit 102 Jahren hatte sie die olympische Fackel getragen.

Neue russische Angriffe: Selenskyj beklagt unveränderte Haltung Moskaus zum Krieg

Russland hat nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seine Haltung im Krieg auch nach einem neuen diplomatischen Vorstoß nicht geändert. Kurz nach einer neuen Gesprächsrunde zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg habe Russland "einen gezielten Angriff gestartet", erklärte Selenskyj am Donnerstag. "Das bedeutet, dass es keine wirkliche Änderung in seiner Haltung gegenüber all dem, was geschieht, gegeben hat." Ukrainische Behörden meldeten vier Tote durch russische Angriffe.

Milliarden-Rüstungsdeal: USA wollen 850 F-35-Kampfjets bei Lockheed Martin kaufen

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat einen milliardenschweren Kampfjet-Deal verkündet: Das Verteidigungsministerium in Washington vereinbarte mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin die Produktion und Lieferung von 850 Tarnkappenflugzeugen vom Typ F-35, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Das Rahmenabkommen bedarf der Zustimmung des US-Kongresses, der die Finanzmittel bewilligen muss.

Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter

Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren hat der Sohn der in Myanmar inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder mit seiner Mutter sprechen können. Während des 20-minütigen Telefonats hätten sich beide vor allem über Familienangelegenheiten ausgetauscht, sagte Kim Aris am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wussten, dass das Telefonat aufgezeichnet werden würde, also haben wir über nichts Sensibles gesprochen."

Textgröße ändern: