Pallade Veneta - Iran: Israel hat "keines seiner Ziele" im Gazastreifen erreicht

Iran: Israel hat "keines seiner Ziele" im Gazastreifen erreicht


Iran: Israel hat "keines seiner Ziele" im Gazastreifen erreicht
Iran: Israel hat "keines seiner Ziele" im Gazastreifen erreicht / Foto: Handout - Iranian Presidency/AFP/Archiv

Israel hat im mehr als 40 Tagen andauernden Krieg gegen die islamistische Hamas nach Angaben des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi "keines seiner Ziele" erreicht. "Wenn wir nach 40 Tagen eine Analyse machen wollen, dann die, dass der Feind besiegt worden ist", sagte Raisi am Donnerstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Textgröße ändern:

Mit der "temporären Waffenruhe müssen wir sagen, dass das palästinensische Volk und der Widerstand einen großen Sieg errungen haben". Nach dem Angriff der Hamas auf Israel, der den Krieg ausgelöst hatte, "hatten die Zionisten angekündigt, dass sie Gaza besetzen und den Widerstand zerstören wollten, aber sie haben keines dieser Ziele erreicht", sagte Raisi.

Der iranische Präsident sprach von einem "Tag des Siegs der Ehre über den Teufel und jeder kann ihn feiern". Der Iran erkennt die Existenz Israels nicht an und unterstützt die Hamas und die libanesische, islamistische Hisbollah. Am Mittwoch traf Raisi in der libanesischen Hauptstadt Beirut ranghohe Vertreter der Hamas und der militanten Palästinensergruppe Islamischer Dschihad.

Israel und die Hamas hatten sich auf eine Vereinbarung über eine Waffenruhe verständigt, welche die Freilassung von 50 Geiseln im Austausch für 150 palästinensische Gefangene und eine viertägige Aussetzung der Kämpfe vorsieht. Die Feuerpause tritt nach Angaben israelischer Beamter frühestens am Freitag in Kraft.

Hunderte Hamas-Kämpfer waren am 7. Oktober nach Israel eingedrungen und hatten dort Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt. Dabei wurden nach israelischen Angaben etwa 1200 Menschen getötet, rund 240 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Als Reaktion darauf begann Israel damit, Ziele im Gazastreifen aus der Luft und vom Boden aus anzugreifen. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seitdem mehr als 14.000 Menschen im Gazastreifen getötet.

F.Amato--PV

Empfohlen

Frankreich: Widerstandskämpferin Berger-Volle mit 105 Jahren gestorben

Die österreichisch-französische Widerstandskämpferin Mélanie Berger-Volle ist im Alter von 105 Jahren gestorben. Die gebürtige Wienerin, die sich während der deutschen Besatzung Frankreichs gegen die Nationalsozialisten engagierte und später der Erinnerungsarbeit widmete, starb im ostfranzösischen Saint-Étienne, wie die Präfektur des Départements Loire am Donnerstag mitteilte. Noch mit 102 Jahren hatte sie die olympische Fackel getragen.

Neue russische Angriffe: Selenskyj beklagt unveränderte Haltung Moskaus zum Krieg

Russland hat nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seine Haltung im Krieg auch nach einem neuen diplomatischen Vorstoß nicht geändert. Kurz nach einer neuen Gesprächsrunde zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg habe Russland "einen gezielten Angriff gestartet", erklärte Selenskyj am Donnerstag. "Das bedeutet, dass es keine wirkliche Änderung in seiner Haltung gegenüber all dem, was geschieht, gegeben hat." Ukrainische Behörden meldeten vier Tote durch russische Angriffe.

Milliarden-Rüstungsdeal: USA wollen 850 F-35-Kampfjets bei Lockheed Martin kaufen

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat einen milliardenschweren Kampfjet-Deal verkündet: Das Verteidigungsministerium in Washington vereinbarte mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin die Produktion und Lieferung von 850 Tarnkappenflugzeugen vom Typ F-35, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Das Rahmenabkommen bedarf der Zustimmung des US-Kongresses, der die Finanzmittel bewilligen muss.

Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter

Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren hat der Sohn der in Myanmar inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder mit seiner Mutter sprechen können. Während des 20-minütigen Telefonats hätten sich beide vor allem über Familienangelegenheiten ausgetauscht, sagte Kim Aris am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wussten, dass das Telefonat aufgezeichnet werden würde, also haben wir über nichts Sensibles gesprochen."

Textgröße ändern: