Pallade Veneta - Türkische Gemeinde fordert mehr Respekt für Lebensleistung von Zugewanderten

Türkische Gemeinde fordert mehr Respekt für Lebensleistung von Zugewanderten


Türkische Gemeinde fordert mehr Respekt für Lebensleistung von Zugewanderten
Türkische Gemeinde fordert mehr Respekt für Lebensleistung von Zugewanderten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Vor dem Türkei-Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Türkische Gemeinde Deutschland (TGD) mehr Respekt für die Lebensleistungen von türkeistämmigen Menschen gefordert. "Generell kommt dieser Teil der deutschen Geschichte im deutschen Bewusstsein selten vor", sagte der Bundesvorsitzende der TGD, Gökay Sofuoglu, der Nachrichtenagentur AFP. "Politiker generell könnten auch diesen Teil der deutschen Realität öfter benennen."

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Sofuoglu begrüßte ausdrücklich, dass Steinmeier bei seinem Besuch die Lebensgeschichten von türkischen Zugewanderten besonders hervorheben will. Er verwies darauf, dass aktuell rund drei Millionen türkeistämmige Menschen in Deutschland leben. "Wenn heutzutage über Migration gesprochen wird, dann nur im negativen Kontext, als hätte es vorher noch nie Migration in Deutschland gegeben", kritisierte er. Dabei könne Deutschland gerade auch in der Geschichte der Migration "auf eine sehr positive Bilanz zurückschauen". Im Schulunterricht oder in den Medien komme dies aber oft zu kurz.

Steinmeier bricht am Montag zu einem dreitägigen Besuch in die Türkei auf - seinem ersten seit Amtsantritt. Anlass der Reise ist das 100. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Mit seinem Besuch würdigt Steinmeier nach Angaben des Bundespräsidialamts "die enge Verbundenheit zwischen beiden Ländern". Insbesondere wolle er "seine Wertschätzung für die Lebensgeschichten und Lebensleistungen der Millionen türkeistämmigen Menschen in Deutschland zum Ausdruck bringen".

Erste Station von Steinmeiers Türkei-Besuch soll am Montag der Istanbuler Bahnhof Sirkeci sei, von dem ab dem Jahr 1961 Tausende türkische Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter per Zug nach Deutschland aufbrachen. Anschließend will Steinmeier mit Menschen mit türkisch-deutscher Migrationserfahrung ins Gespräch kommen. Mit ihnen will er nach Angaben des Bundespräsidialamts über ihre Lebenswege, ihre Verbundenheit mit Deutschland und der Türkei und über Fragen von Heimat und Identität reden.

Z.Ottaviano--PV

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