Pallade Veneta - Teilergebnisse: ANC fährt mit 41,5 Prozent bisher schlechtestes Wahlergebnis ein

Teilergebnisse: ANC fährt mit 41,5 Prozent bisher schlechtestes Wahlergebnis ein


Teilergebnisse: ANC fährt mit 41,5 Prozent bisher schlechtestes Wahlergebnis ein
Teilergebnisse: ANC fährt mit 41,5 Prozent bisher schlechtestes Wahlergebnis ein / Foto: Michele SPATARI - AFP

Nach der Parlamentswahl in Südafrika hat der seit 30 Jahren allein regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) Teilergebnissen zufolge sein bisher schlechtestes Wahlergebnis eingefahren - und verliert damit seine absolute Mehrheit im Parlament. Nach Auszählung von mehr drei Vierteln der Stimmen kam die Partei des Nationalhelden Nelson Mandela laut Wahlkommission am Freitag auf 41,5 Prozent. Die größte Oppositionspartei Demokratische Allianz (DA) erhielt demnach knapp 22,3 Prozent und sicherte sich damit den zweiten Platz.

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Drittstärkste Kraft war den Teilergebnissen vom Freitag zufolge die neue Partei MK des ehemaligen Präsidenten und ANC-Vorsitzenden Jacob Zuma mit überraschenden 12,8 Prozent. Danach folgten die linksradikalen Economic Freedom Fighters (EFF) von Ex-ANC-Funktionär Julius Malema mit 9,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag demnach nach derzeitigem Stand bei knapp über 58 Prozent - verglichen mit 66 Prozent bei der letzten Wahl im Jahr 2019.

Mit den offiziellen Ergebnissen wird erst am Samstag gerechnet. Die Teilergebnisse bestätigen jedoch die Vorhersagen von Experten und die Umfragen der vergangenen Wochen.

Da die Partei von Präsident Cyril Ramaphosa aller Wahrscheinlichkeit nach unter 50 Prozent bleibt, müsste dieser nach Koalitionspartnern suchen, um wiedergewählt und mit der Regierungsbildung beauftragt zu werden. Dies wäre ein historischer Wendepunkt in der Geschichte des Landes, das 1994 seine ersten freien, demokratischen Wahlen erlebt hatte.

Beim ANC dürfte eine Koalition mit der DA von John Steenhuisen auf einigen Widerstand stoßen, da deren wirtschaftsliberales Programm und Privatisierungspläne im Widerspruch zu den Traditionen der Regierungspartei stehen. Auch gegen Zumas MK-Partei sowie gegen die linksradikalen EFF gibt es innerhalb des ANC erhebliche Vorbehalte.

Rund 27,6 Millionen registrierte Wähler waren am Mittwoch aufgerufen, über die Besetzung des 400 Sitze starken Parlamentes abzustimmen, das im Juni dann den neuen Präsidenten bestimmen wird. Zuletzt hatten eine Reihe von Korruptionsskandalen in der Führungsebene des ANC, eine hohe Arbeitslosigkeit, die schwache Wirtschaft, hohe Kriminalität und Ungleichheit sowie ständige Stromausfälle dazu geführt, dass sich viele Südafrikaner enttäuscht von der Regierungspartei abgewendet haben.

A.Tucciarone--PV

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