Pallade Veneta - Paritätischer erteilt FDP-Forderung nach Kürzung von Bürgergeld klare Absage

Paritätischer erteilt FDP-Forderung nach Kürzung von Bürgergeld klare Absage


Paritätischer erteilt FDP-Forderung nach Kürzung von Bürgergeld klare Absage
Paritätischer erteilt FDP-Forderung nach Kürzung von Bürgergeld klare Absage / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Paritätische Gesamtverband hat der FDP-Forderung nach Kürzungen beim Bürgergeld eine klare Absage erteilt. Wenn es jetzt eine Kürzung gebe und gleich im nächsten Jahr aufgrund gestiegener Preise eine Erhöhung beschlossen werden müsste, "dann ist das relativ sinnfrei", sagte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Er sprach von einer "Ablenkungsdebatte" im Haushaltsstreit der Ampel-Regierung.

Textgröße ändern:

Die Regelsätze waren Anfang 2024 deutlich um gut zwölf Prozent angehoben worden. Ursache war die hohe Inflation im vergangenen Jahr. Inzwischen ist die Preissteigerung allerdings wieder zurückgegangen.

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hatte der "Bild"-Zeitung vom Montag gesagt, wegen des stärker als erwartet ausgefallenen Rückgangs der Inflation falle das Bürgergeld derzeit um 14 bis 20 Euro im Monat zu hoch" aus. Notwendig sei daher "eine Anpassung nach unten". Laut Bundesarbeitsministerium ist eine solche Absenkung nach geltendem Recht jedoch ausgeschlossen.

Die Erhöhungen des Bürgergeldes hätten lediglich die Versäumnisse der vergangenen Jahre zum Teil kompensiert, sagte Rock, der seit August Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes ist. Während der Pandemie und der Inflation seien die Regelsätze nicht mitgegangen. Das Bürgergeld sei früher "zu langsam" angepasst worden.

"Am besten stünden wir da, wenn viel schneller die Regelsätze angepasst würden", sagte Rock. Zwar gebe es eine sinkende Inflation, aber die Preise stiegen immer noch. Niemand habe etwas davon, "wenn wir das Bürgergeld kurz halten".

Die Höhe des Bürgergeldes wie auch der Sozialhilfe wird nach einer Mischkalkulation ermittelt, die zu 70 Prozent die Preisentwicklung und zu 30 Prozent die Entwicklung der Nettolöhne berücksichtigt.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Wahlbehörde: Rechtspopulist Farage schlägt Spaßkandidaten in Nachwahl in England

Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat die Parlaments-Nachwahl im Osten Englands gegen den Spaßkandidaten "Count Binface" (Graf Mülltonnengesicht) gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen konnte Farage, der der Bekanntgabe des Ergebnisses fernblieb, 22.239 Stimmen auf sich verzeichnen, wie die Wahlbehörde am Freitag bekanntgab. Der zweitplatzierte "Count Binface" übertraf demnach jedoch die Erwartungen und erzielte 9455 Stimmen.

US-Botschafter in Japan betont Unterstützung der USA für Tokio in Kurilen-Streit

Der US-Botschafter in Japan hat die Unterstützung Washingtons für Tokio im Streit um die von Japan und Russland beanspruchte Inselgruppe der Kurilen betont. "Die USA bleiben unbeirrt in ihrer Unterstützung ihres wichtigsten Verbündeten und in ihrer Anerkennung der japanischen Souveränität über die Nördlichen Territorien", erklärte US-Botschafter George Glass am Freitag unter der Verwendung des japanischen Namens für die Inselgruppe im Onlinedienst X.

Rechtspopulist Farage erklärt sich zu Sieger von Nachwahl in England

Noch vor Ende der Stimmauszählung hat sich der britische Rechtspopulist Nigel Farage zum Sieger einer Parlaments-Nachwahl im Osten Englands erklärt. "Das Urteil ist gerade reingekommen - und es ist ein überzeugender und überwältigender Sieg", sagte der Vorsitzende der einwanderungskritischen Partei Reform UK am Freitagmorgen in einer im Onlinedienst X übertragenen Ansprache an seine Unterstützer. Die offizielle Auszählung der Stimmen dauerte derweil noch an.

USA drohen Iran mit Wirtschaftsisolation "wie sie die Welt noch nicht gesehen hat"

Die USA haben dem Iran mit einer umfassenden wirtschaftlichen Isolation gedroht. Es werde sich um Maßnahmen handeln, "wie sie die Welt noch nicht gesehen hat", kündigte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag an. Die USA würden ihren genauen Plan in der kommenden Woche präsentieren.

Textgröße ändern: