Pallade Veneta - Ukrainische Armee will "Pufferzone" in russischer Grenzregion Kursk schaffen

Ukrainische Armee will "Pufferzone" in russischer Grenzregion Kursk schaffen


Ukrainische Armee will "Pufferzone" in russischer Grenzregion Kursk schaffen
Ukrainische Armee will "Pufferzone" in russischer Grenzregion Kursk schaffen / Foto: Roman PILIPEY - AFP

Mit ihrer anhaltenden Offensive auf russischem Boden will die Ukraine eine "Pufferzone" zum Schutz ihrer Bevölkerung schaffen. "Die Errichtung einer Pufferzone in der Region Kursk ist ein Schritt zum Schutz unser Bevölkerung an der Grenze vor dem täglichen feindlichen Beschuss", erklärte Innenminister Ihor Klimenko am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj setzte die ukrainische Armee ihren Vormarsch weiter fort - Russland widersprach.

Textgröße ändern:

Neben einer "Pufferzone" kündigte Kiew an, einen humanitären Korridor in der Region zu bilden. "Unsere Streitkräfte bereiten die Eröffnung eines humanitären Korridors zur Evakuierung von Zivilisten vor, sowohl in Richtung Russland als auch in Richtung Ukraine", teilte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk bei Telegram mit.

Selenskyj sagte, die ukrainischen Truppen seien auf russischem Boden weiter auf dem Vormarsch. "In der Region Kursk rücken wir weiter vor, seit Tagesbeginn in verschiedenen Gebieten um ein bis zwei Kilometer." Auch seien hundert weitere russische Soldaten gefangen genommen worden. Dies werde die Rückkehr ukrainischer Militärangehöriger beschleunigen.

Das russische Militär erklärte hingegen, seine Einheiten hätten den Vormarsch gestoppt. Die russischen Truppen hätten unterstützt von der Luftwaffe, von Drohnen und von Artillerie "die Versuche mobiler feindlicher Gruppen vereitelt, mit gepanzerten Fahrzeugen tief auf russisches Territorium vorzudringen". In der Erklärung der Armee hieß es weiter, den Ukrainern seien schwere Verluste zugefügt worden.

Die ukrainische Armee hatte am 6. August mit ihrem Vorstoß in der Grenzregion Kursk begonnen und seither einige Geländegewinne verzeichnet. Die Angaben beider Seiten zu deren Ausmaß unterscheiden sich ebenfalls erheblich. Während Selenskyj am Dienstag erklärte, die ukrainische Armee kontrolliere dort mittlerweile 74 Ortschaften, erklärte der dortige Gouverneur, 28 Ortschaften seien von ukrainischen Einheiten besetzt.

Der ukrainische Außenamtssprecher Heorhij Tychyj hatte am Dienstag erklärt, die Ukraine werde ihre Offensive beenden, wenn Russland einem "gerechten Frieden" zustimme. "Je eher Russland der Wiederherstellung eines gerechten Friedens zustimmt, desto eher werden die Angriffe der ukrainischen Verteidigungskräfte auf russischem Territorium aufhören", sagte der Sprecher vor Journalisten.

Kiew verfolge nicht das Ziel, russisches Gebiet zu annektieren, betonte Tychyj. Stattdessen wolle die Ukraine in Kursk eine Pufferzone entlang der Grenze zum Schutz der ukrainischen Bevölkerung und Armee schaffen. Zudem wolle Kiew mit dem Vorstoß die russische Offensive in der Ukraine schwächen, sagte der Sprecher.

Der Gouverneur der russischen Region Belgorod südlich von Kursk rief derweil den Ausnahmezustand aus. Aufgrund des Beschusses durch die ukrainischen Streitkräfte bleibe die Lage in der Region "extrem schwierig und angespannt", teilte Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. "Häuser wurden zerstört, Zivilisten sind getötet und verletzt worden", erklärte er.

Gladkow beantragte zudem, den landesweiten Ausnahmezustand auszurufen. Der Gouverneur teilte weiter mit, es habe ukrainische Drohnenangriffe auf zwei Dörfer in der Region gegeben. Auch die Behörden der Regionen Kursk, Woronesch und Brjansk erklärten, dass Drohnen aus der Ukraine in der Nacht von der Luftabwehr abgeschossen worden seien.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Wahlbehörde: Rechtspopulist Farage schlägt Spaßkandidaten in Nachwahl in England

Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat die Parlaments-Nachwahl im Osten Englands gegen den Spaßkandidaten "Count Binface" (Graf Mülltonnengesicht) gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen konnte Farage, der der Bekanntgabe des Ergebnisses fernblieb, 22.239 Stimmen auf sich verzeichnen, wie die Wahlbehörde am Freitag bekanntgab. Der zweitplatzierte "Count Binface" übertraf demnach jedoch die Erwartungen und erzielte 9455 Stimmen.

US-Botschafter in Japan betont Unterstützung der USA für Tokio in Kurilen-Streit

Der US-Botschafter in Japan hat die Unterstützung Washingtons für Tokio im Streit um die von Japan und Russland beanspruchte Inselgruppe der Kurilen betont. "Die USA bleiben unbeirrt in ihrer Unterstützung ihres wichtigsten Verbündeten und in ihrer Anerkennung der japanischen Souveränität über die Nördlichen Territorien", erklärte US-Botschafter George Glass am Freitag unter der Verwendung des japanischen Namens für die Inselgruppe im Onlinedienst X.

Rechtspopulist Farage erklärt sich zu Sieger von Nachwahl in England

Noch vor Ende der Stimmauszählung hat sich der britische Rechtspopulist Nigel Farage zum Sieger einer Parlaments-Nachwahl im Osten Englands erklärt. "Das Urteil ist gerade reingekommen - und es ist ein überzeugender und überwältigender Sieg", sagte der Vorsitzende der einwanderungskritischen Partei Reform UK am Freitagmorgen in einer im Onlinedienst X übertragenen Ansprache an seine Unterstützer. Die offizielle Auszählung der Stimmen dauerte derweil noch an.

USA drohen Iran mit Wirtschaftsisolation "wie sie die Welt noch nicht gesehen hat"

Die USA haben dem Iran mit einer umfassenden wirtschaftlichen Isolation gedroht. Es werde sich um Maßnahmen handeln, "wie sie die Welt noch nicht gesehen hat", kündigte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag an. Die USA würden ihren genauen Plan in der kommenden Woche präsentieren.

Textgröße ändern: