Pallade Veneta - IAEA-Chef Grossi spricht mit Selenskyj über Sicherheit in russischem Akw Kursk

IAEA-Chef Grossi spricht mit Selenskyj über Sicherheit in russischem Akw Kursk


IAEA-Chef Grossi spricht mit Selenskyj über Sicherheit in russischem
 Akw Kursk
IAEA-Chef Grossi spricht mit Selenskyj über Sicherheit in russischem Akw Kursk / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP

Der Chef der Internationalen Atombehörde IAEA, Rafael Grossi, hat am Dienstag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über die Sicherheit des russischen Atomkraftwerks Kursk gesprochen. "Wir haben eine allgemeine Bewertung dessen vorgenommen, was ich (im Kernkraftwerk Kursk) gesehen habe", sagte Grossi nach dem Treffen mit Selenskyj vor Journalisten. Dabei habe er erneut die Wichtigkeit hervorgehoben, "eine Situation zu vermeiden, die zu einem radiologischen Notfall führen würde", fügte Grossi hinzu.

Textgröße ändern:

Selenskyj habe dies verstanden und Interesse gezeigt und würde vermutlich nicht widersprechen, "dass Kernkraftwerke niemals angegriffen werden sollten",sagte Grossi weiter.

Grossi hatte sich zuvor mit Blick auf den ukrainischen Vorstoß auf russisches Gebiet in der Region Kursk zutiefst beunruhigt über die anhaltenden Kämpfe in der Nähe des gleichnamigen Akw gezeigt. In der vergangenen Woche stattete er der Anlage in Kurtschatow einen Besuch ab.

Am Mittwoch wird Grossi das russisch kontrollierte ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine besuchen, das immer wieder Gegenstand großer Besorgnis war. Es wurde regelmäßig beschossen, Russland und die Ukraine machten sich gegenseitig dafür verantwortlich.

Im vergangenen Monat warnte die IAEA, dass sich die Sicherheitslage nach einem Drohnenangriff in der Nähe verschlechtert habe.

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 2022 hat die IAEA immer wieder vor den Gefahren von Kämpfen in der Umgebung von Kraftwerken gewarnt. Am Dienstag erklärte die Atombehörde, "bald" ein Expertenteam zu einigen beschädigten ukrainischen Stromanlagen schicken werde, die für die Aufrechterhaltung der nuklearen Sicherheit der Akw von Bedeutung sind, um die Lage vor Ort zu bewerten.

"Der sichere Betrieb von Kernkraftwerken hängt von einer stabilen und zuverlässigen Verbindung zum Stromnetz ab. Aufgrund des Krieges wird die Situation (...) zunehmend instabil und potenziell gefährlich", erklärte Grossi.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Trump verkündet "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau - Selenskyj überrascht

Nach seinem Diesel-Deal mit Russland und einem heftigen Schlagabtausch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag eine angebliche "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau verkündet. Beide Länder hätten zugestimmt, ab sofort ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen, erklärte Trump. Selenskyj reagierte überrascht auf die Ankündigung. Kiew sei aber bereit, eine solche Waffenruhe zu befolgen, wenn auch Moskau sich daran halte. Vom Kreml gab es zunächst keine Stellungnahme.

Festnahme in Polen nach möglichem Attentatsversuch auf Regierungschef und Minister

In Polen ist nach Hinweisen auf einen "möglichen Attentatsversuch" gegen Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz ein Verdächtiger festgenommen worden. "Der Mann, der mit einem Attentat gedroht hat, ist festgenommen worden", schrieb Tusk am Sonntag im Onlinedienst X. Er dankte der Polizei für ihr "schnelles und entschlossenes Eingreifen". Auch Innenminister Marcin Kierwinski gab auf X die Festnahme bekannt.

BND-Spionageaffäre: Unions-Fraktionsvize fordert lückenlose Aufklärung

Nach der Festnahme des ehemaligen BND-Chefs August Hanning wegen Spionagevorwürfen fordert Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) eine lückenlose Aufklärung und weitere Konsequenzen im Bundesnachrichtendienst. "Es drängt sich jetzt die Frage auf, wie überprüfen wir auch und checken auch, ob frühere hochrangige Mitarbeiter des Dienstes ihr Wissen nutzen", sagte der ehemalige Staatssekretär im Bundesinnenministerium am Sonntag im ARD-"Bericht aus Berlin".

Zuckersteuer: Neun Landes-Agrarminister der Union richten Protestbrief an Merz

Im Streit um die Einführung einer Zuckersteuer wenden sich neun Landes-Agrarminister von CDU und CSU in einem Protestbrief an die Bundesregierung. "Wir als Ministerinnen und Minister der unionsgeführten Agrarressorts sprechen uns gegen eine Verbrauchssteuer auf zuckerhaltige Produkte aus", heißt es in dem Schreiben an Kanzler Friedrich Merz, Kanzleramtschefin Nina Warken und Unionsfraktionschef Thorsten Frei (alle CDU), das der "Welt" laut Mitteilung vom Sonntag vorliegt.

Textgröße ändern: