Pallade Veneta - FDP-Fraktion meldet weiteren Gesprächsbedarf beim Rentenpaket II an

FDP-Fraktion meldet weiteren Gesprächsbedarf beim Rentenpaket II an


FDP-Fraktion meldet weiteren Gesprächsbedarf beim Rentenpaket II an
FDP-Fraktion meldet weiteren Gesprächsbedarf beim Rentenpaket II an / Foto: BARBARA SAX - AFP/Archiv

Die FDP-Fraktion will weiter über das Rentenpaket II verhandeln. "Es gibt noch einigen Gesprächsbedarf, bevor das Rentenpaket verabschiedet werden kann", sagte Fraktionsvize Lukas Köhler der Zeitung "Die Welt" vom Mittwoch. "Für die FDP-Fraktion ist entscheidend, dass das Rentensystem finanzierbar bleibt und die junge Generation auch langfristig nicht durch immer weiter steigende Beitragssätze oder Zuschüsse aus Steuermitteln überlastet wird."

Textgröße ändern:

Beim Rentenpaket II geht es insbesondere darum, das Rentenniveau über das Jahr 2025 hinaus bei 48 Prozent festzuschreiben, und zwar mit Wirkung bis Sommer 2040. Das Rentenniveau drückt aus, bei wie viel Prozent des Durchschnittseinkommen die Standardrente liegt - diese wird nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsgehalt gezahlt.

Um den Plan zu finanzieren, sollen unter anderem die Rentenbeiträge steigen. Das Bundeskabinett hatte das Paket nach längerem koalitionsinternen Streit Ende Mai beschlossen.

Scharfe Kritik äußerte erneut der FDP-Finanzpolitiker Max Mordhorst. "Die von der SPD forcierte Rentenpolitik geht in die komplett falsche Richtung", sagte er der "Welt". "Einer Stabilisierung der Renten auf dem angestrebten Niveau kann die FDP nicht zustimmen." Gerade die junge Generation '"würde bei einer Umsetzung des Rentenpakets II draufzahlen".

Der SPD-Arbeitsmarktexperte Martin Rosemann wies das zurück. "Generationengerecht bedeutet, dass sich auch die junge Generation auf eine sichere Rente verlassen kann. Genau das schaffen wir mit dem Rentenpaket", sagte er der Zeitung.

Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch sagte, die Stabilisierung des Rentenniveaus sei "absolut notwendig und auch richtig". Er verwies zudem auf das von den Liberalen gewünschte sogenannte Generationenkapital - auch bekannt als Aktienrente - als Teil des Rentenpakets. Davon seien die Grünen zwar nie ein Anhänger gewesen, "aber wir sind bereit, das mitzutragen", sagte Audretsch der "Welt".

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Lizenz zum Zurückschlagen: Kabinett beschließt umstrittene Geheimdienst-Reform

Nicht mehr nur beobachten, sondern notfalls gegen Angreifer zurückschlagen: Vor dem Hintergrund der verschärften Bedrohungslage hat das Bundeskabinett eine umfassende Reform der deutschen Nachrichtendienste beschlossen. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einer "neuen Zeitrechnung" für Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz, die nun wie Geheimdienste anderer Länder erstmals "operative Befugnisse" erhielten. Teile der Opposition warnten vor einer "Geheimpolizei" und zweifelten an der Verfassungsmäßigkeit der Pläne.

AfD-Landrat verliert Rechtsstreit um Äußerung von Gesundheitsminister Linnemann

Der Sonneberger Landrat Robert Sesselmann (AfD) hat einen Rechtsstreit mit Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) verloren. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar entschied nach Angaben vom Mittwoch, dass Sesselmann eine bestimmte Behauptung nicht wiederholen darf. Der Streit entzündete sich an einer Pressekonferenz vom Oktober.

Greenpeace wirft Ölkonzernen immer höhere "Übergewinne" vor - Branche widerspricht

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft den Mineralölunternehmen vor, fünf Monate nach Beginn des Iran-Kriegs immer höhere "Übergewinne" einzufahren. Allein im Juli seien "die zusätzlichen Profite auf die neue Höchstmarke von 976 Millionen Euro" geklettert, erklärte Greenpeace am Mittwoch. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) kritisierte hingegen, dass die Berechnungen auf "stark vereinfachenden Annahmen" beruhten - diese führten zu Ergebnissen, "die der Realität nicht entsprechen".

Früherer chinesischer Premier Zhu im Alter von 97 Jahren gestorben

Der für seine wegweisenden Marktreformen bekannt gewordene frühere chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji ist tot. Zhu starb am Mittwochvormittag in Peking im Alter von 97 Jahren infolge einer Krankheit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf einen Nachruf der höchsten politischen Gremien des Landes meldete. Zhu hatte China von 1998 bis 2003 regiert, das Land weiter für den Weltmarkt geöffnet und einen Wirschaftsaufschwung befördert.

Textgröße ändern: