Pallade Veneta - OECD-Bericht: Entwicklungshilfe geht um sieben Prozent zurück

OECD-Bericht: Entwicklungshilfe geht um sieben Prozent zurück


OECD-Bericht: Entwicklungshilfe geht um sieben Prozent zurück
OECD-Bericht: Entwicklungshilfe geht um sieben Prozent zurück / Foto: Grégoire CAMPIONE - AFP/Archiv

Die weltweite Entwicklungshilfe ist unter anderem wegen der geringeren Unterstützung für die Ukraine im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent zurückgegangen. Es ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass die Entwicklungshilfe weltweit sinkt. Dies geht aus einem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Demnach wurden 2024 etwa 212,1 Milliarden Dollar für Entwicklungsleistungen ausgegeben. Das entspricht einem Anteil von 0,33 Prozent des kombinierten Bruttoinlandsproduktes der beteiligten Länder.

Textgröße ändern:

Für das laufende Jahr rechnet die OECD mit einem weiteren massiven Rückgang der Entwicklungshilfe, der zwischen neun und 17 Prozent liegen könnte. "Die jüngsten Ankündigungen einiger Mitgliedsländer geben Anlass zur Sorge", heißt es in dem Bericht, der keines der Mitgliedsländer beim Namen nennt. Die USA hatten nach der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump im Januar massive Einschnitte in der Entwicklungszusammenarbeit angekündigt.

Im vergangenen Jahr lagen die USA mit 63,3 Milliarden Dollar noch auf Platz eins und machten damit knapp 30 Prozent der weltweiten Entwicklungshilfe aus. Deutschland liegt mit 32,4 Milliarden Dollar auf Platz zwei, vor Großbritannien, Japan und Frankreich.

Nach den noch vorläufigen Zahlen der OECD kommt Deutschland auf 0,67 Prozent des Bruttoinlandprodukts und verfehlt damit die 0,7-Prozent-Marke. Das international vereinbarte 0,7-Prozent-Ziel bei der Entwicklungshilfe wird von Dänemark, Luxemburg, Norwegen und Schweden eingehalten.

Im vergangenen Jahr ist die Entwicklungshilfe für die Ukraine nach dem OECD-Bericht um 16,7 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar zurückgegangen. Damit macht sie einen Anteil von 7,4 Prozent an der weltweiten Entwicklungshilfe aus.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Trump stellt früheren US-Corona-Berater Fauci an den Pranger

US-Präsident Donald Trump hat den Virologen und früheren Corona-Regierungsberater Anthony Fauci an den Pranger gestellt. Trump schrieb am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social, Fauci habe unter dem früheren Präsidenten Joe Biden eine "gewaltige Zerstörungskraft" entfacht. Im Senat warfen Republikaner dem pensionierten Wissenschaftler bei einer Anhörung vor, seine Corona-Empfehlungen seien eine "Schande" gewesen.

Kabinettsumbildung vollzogen - Merz verspricht nach Kritik aus der CDU neuen Stil

Drei neue Minister im Amt und sein bisheriger Kanzleramtschef Thorsten Frei mit einem starken Ergebnis zum neuen Unionsfraktionschef gewählt: Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Kabinettsumbildung am Mittwoch abschließen können. Deren Umstände sorgten aber weiter für Kritik aus der Partei. Bei einer Sondersitzung der Fraktion versprach Merz nun einen neuen Stil und hofft auf neuen Schwung für die Reformen der Koalition.

Frei will als Unions-Fraktionschef Vertrauen der Menschen zurückgewinnen

Der neue Unions-Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) sieht es als seine Hauptaufgabe an, mit einer erfolgreichen Reformpolitik das Vertrauen der Menschen in die Koalition zurückzugewinnen. "Wir werden nur dann das Vertrauen und die Zustimmung in der Bevölkerung bekommen, wenn wir es schaffen, die ganz persönlichen Lebensverhältnisse zu verbessern", sagte Frei am Mittwoch nach seiner Wahl in Berlin. "Das ist unser Auftrag, das ist unsere Aufgabe."

Merz will seine Politik künftig besser erklären

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will nach dem Wirbel um die Kabinettsumbildung seine Politik künftig besser erklären. Ein Schwerpunkt "auch meiner Arbeit" werde künftig "darauf liegen, zu gucken, dass wir zwischen Bundesregierung, Bundestagsfraktion und der von mir geführten Partei eine gute Kommunikation machen", sagte Merz am Mittwoch in Berlin. Es gehe dabei um eine Kommunikation, "die mehr erklärt, mehr vermittelt, sich auch mehr Zeit für diese Aufgabe nimmt".

Textgröße ändern: