Pallade Veneta - Ex-Kanzlerin Merkel mit großem Applaus bei CDU-Parteitag empfangen

Ex-Kanzlerin Merkel mit großem Applaus bei CDU-Parteitag empfangen


Ex-Kanzlerin Merkel mit großem Applaus bei CDU-Parteitag empfangen
Ex-Kanzlerin Merkel mit großem Applaus bei CDU-Parteitag empfangen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Rückkehr auf die CDU-Bühne nach jahrelanger Abstinenz: Die frühere Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende Angela Merkel (CDU) ist am Freitag mit großem Applaus als Gast auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart empfangen worden. Ein Teil der rund 1000 Delegierten erhob sich zu Beifallsbekundungen, als Parteichef Friedrich Merz die langjährige Kanzlerin und Parteichefin in der Tagungshalle begrüßte. Merz begrüßte Merkel mit einem Handschlag, worauf sich ein kurzes Gespräch anschloss. Merkel selbst äußerte sich nicht öffentlich.

Textgröße ändern:

Die frühere CDU-Vorsitzende nahm in der ersten Reihe Platz neben ihren Nachfolgern an der CDU-Spitze, Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet. Seit dem Ende ihrer Kanzlerschaft 2021 hatte Merkel Einladungen zur Teilnahme an CDU-Parteitagen stets ausgeschlagen. Dies war auch als Anzeichen für eine Entfremdung zwischen der Partei und ihrer langjährigen Vorsitzenden und Kanzlerin gedeutet worden.

Merz und Merkel verbindet eine lange politische Rivalität. Merz war von 2000 an Unions-Fraktionschef im Bundestag, bis ihn die damalige CDU-Vorsitzende Merkel 2002 von dem Posten verdrängte. Fortan lagen beide im Clinch, 2009 zog sich der Sauerländer aus der aktiven Politik zurück und startete erst nach Merkels Rückzug einen erneuten Anlauf. 2022 wurde er zum CDU-Chef gewählt, im vergangenen Jahr wurde er Bundeskanzler.

In ihren 2024 erschienenen Memoiren schrieb Merkel über ihr schwieriges Verhältnis zu Merz: "Es gab ein Problem, und zwar von Beginn an: Wir wollten beide Chef werden."

Ex-Parteichefin Kramp-Karrenbauer begrüßte Merkels Teilnahme. "Ich freue mich, dass wir nebeneinandersitzen und die Gelegenheit haben, ein bisschen zu plauschen", sagte sie der "Rheinischen Post". "Parteitag ist immer wie Familientreffen. Da trifft man viele wieder." Von dem Parteitag erhoffe sie sich, "dass wir ein Signal des Aufbruchs und der Geschlossenheit senden".

Der CDU-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, wertete Merkels Anwesenheit auf dem Parteitag als Zeichen der Geschlossenheit. Die CDU Deutschlands sei "so geschlossen und entschlossen" wie lange nicht, sagte Hagel am Donnerstag. "Beweis" dafür sei, dass alle noch lebenden ehemaligen Parteivorsitzenden zu Gast sein würden, einschließlich Ex-Kanzlerin Merkel, die Merz immer kritisch gegenüberstand.

T.Galgano--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte beginnt: Trump spricht vor Staats- und Regierungschefs

Bei den Vereinten Nationen in New York beginnt am Dienstag die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs (15.00 Uhr MESZ). Als einer der ersten Redner will sich US-Präsident Donald Trump an die Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten richten. Vergangenes Jahr hatte Trump die UNO frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt.

Selenskyj trifft Trump in New York

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

Große US-Sender schränken aus Protest gegen CNN-Hausverbot Trump-Berichterstattung ein

Aus Protest gegen die Hausverbote für den US-Sender CNN und andere Medien im Weißen Haus haben vier große Fernsehsender ihre Berichterstattung über Präsident Donald Trump vorerst eingeschränkt. Die Sender ABC, CBS, Fox News und NBC erklärten am Montag gemeinsam mit CNN, sie würden vorerst nicht mehr über Trump-Auftritte berichten. Das Weiße Haus startete derweil einen eigenen Streamingkanal namens Trump TV.

Macron: Gespräch mit Trump über Lage in Ukraine und im Roten Meer "konstruktiv"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Worten ein "konstruktives" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine geführt. "Ein weiteres Thema, über das wir sprachen, war die Lage im Roten Meer", sagte Macron am Montag nach dem Treffen mit Trump in New York Journalisten. "Wir hatten eine sehr gute Unterredung. Sie war sehr konstruktiv."

Textgröße ändern: