Pallade Veneta - Reichinnek wirft Union "gemeinsame laute Aktion" zur Normalisierung der AfD vor

Reichinnek wirft Union "gemeinsame laute Aktion" zur Normalisierung der AfD vor


Reichinnek wirft Union "gemeinsame laute Aktion" zur Normalisierung der AfD vor
Reichinnek wirft Union "gemeinsame laute Aktion" zur Normalisierung der AfD vor / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

In der Debatte um den parlamentarischen Umgang mit der AfD hat Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek der Union die Normalisierung der Rechtsaußen-Partei vorgeworfen. "Mit welchem Einsatz Unions-Abgeordnete die Normalisierung der rechtsextremen AfD vorantreiben, ist beängstigend", sagte sie am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Auch anlässlich des kommenden Gedenktages zum Weltkriegsende am 8. Mai sei "den Herren von der CDU ein Blick in die Geschichtsbücher empfohlen", mahnte Reichinnek.

Textgröße ändern:

"Dieser Tag sollte sie deutlich daran erinnern, dass eine Demokratie die Machtbeteiligung von Rechtsextremen nicht überlebt", fügte Reichinnek hinzu.

Unions-Fraktionsvize Jens Spahn (CDU) hatte am Wochenende gefordert, mit der AfD so umzugehen "wie mit jeder anderen Oppositionspartei auch". Die Politik müsse "auch einfach anerkennen", "wie viele Millionen Deutsche die AfD gewählt haben". Mehrere andere Unions-Politiker stimmten Spahn in den vergangenen Tagen zu.

Reichinnek nannte dies "keine Einzelfälle, sondern eine gemeinsame laute Aktion, um das Unvorstellbare in diesem Land wieder möglich zu machen". Für die Linken-Politikerin reihen sich die Wortmeldungen aus der CDU ein "in eine besorgniserregende Entwicklung, die mit dem Dammbruch von Merz im Plenum des Bundestag im Januar Fahrt aufgenommen hat und jetzt fortgesetzt wird". Reichinnek bezog sich auf die Verabschiedung eines Unions-Antrag zur Verschärfung der Migrationspolitik mithilfe von AfD-Stimmen.

Die Fraktionschefin fügte hinzu: "Heute Ausschussvorsitze für die AfD, morgen ein Vizepräsidentenamt und übermorgen dann eine Koalition?" Die AfD habe zwar das Recht, Kandidierende zu benennen, Demokratinnen und Demokraten hätten allerdings die Pflicht, sie den Ämtern fernzuhalten. Denn die Partei wolle die Institutionen der Demokratie abschaffen.

"Wenn die Union die AfD wirklich entzaubern will, sollte sie aufhören, deren Positionen zu übernehmen", forderte Reichinnek. CDU und CSU sollten stattdessen deutlich machen, dass das AfD-Programm "nicht nur die Menschenwürde mit Füßen tritt, sondern für die Mehrheit sozialen Abstieg bedeutet und die Wirtschaft gegen die Wand fährt".

B.Cretella--PV

Empfohlen

Merz hofft nach Turbulenzen um Personalwechsel auf "neue Dynamik"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) setzt nach den parteiinternen Turbulenzen um seine Kabinettsumbildung auf neuen Schwung in der Koalition. Er sei "sehr zuversichtlich", dass nun "ein neuer Impuls kommt, eine neue Dynamik kommt", sagte Merz nach einer Sondersitzung der Unionsfraktion am Mittwoch. Ziel müsse es sein, "das Land gut zu führen" und eine gute Zukunft zu gestalten.

Ukraine zieht gegen Rückkehr Russlands zu Olympischen Spielen vor Gericht

Die Ukraine ist gegen die Aufhebung von Beschränkungen gegen russische Sportler durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) vor Gericht gezogen. Das Nationale Olympische Komitee der Ukraine erklärte am Mittwoch, beim Sportgerichtshof CAS Berufung gegen die IOC-Entscheidung von Anfang Juli eingelegt zu haben.

Apotheken, Tankstellen und Altenpflege: Kuba öffnet Wirtschaftssektoren für Privatfirmen

Vor dem Hintergrund der schweren Wirtschaftskrise in Kuban hat der kommunistisch geführte Karibikstaat mehrere Sektoren seiner Wirtschaft für private Unternehmen geöffnet. Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Dekret der Regierung gehören dazu unter anderem der Treibstoffvertrieb, Apotheken, Hafendienstleistungen und Altenpflegeeinrichtungen. Das erweitere die "Handlungsfelder von Unternehmern und privaten Unternehmen auf der Insel erheblich", berichteten die staatlichen Medien.

Linnemann tritt Amt als Gesundheitsminister an - Werkzeugkasten als Geschenk

Der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat am Mittwochnachmittag in Berlin sein Amt angetreten. Er erhielt bei der Amtsübergabe im Gesundheitsministerium von Amtsvorgängerin Nina Warken (beide CDU) als Geschenk einen Werkzeugkoffer als Hinweis auf viele weitere anstehende Aufgaben in der "Dauerbaustelle Gesundheitssystem". "Ich traue mir das zu", sagte Linnemann in einer kurzen Ansprache.

Textgröße ändern: