Pallade Veneta - Bundesschülerkonferenz sieht Social-Media-Verbot kritisch

Bundesschülerkonferenz sieht Social-Media-Verbot kritisch


Bundesschülerkonferenz sieht Social-Media-Verbot kritisch
Bundesschülerkonferenz sieht Social-Media-Verbot kritisch / Foto: David GRAY - AFP

Die Bundesschülerkonferenz sieht ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche kritisch. Probleme wie Sucht, psychische Belastungen oder Mobbing würden damit nur "in ein zwei, drei Jahre höheres Alter" verschoben, sagte Generalsekretärin Amy Kirchhoff am Freitag im Deutschlandfunk. Sie forderte, statt eines Verbots besser die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Textgröße ändern:

Kirchhoff stimmte den Analysen zu, wonach Social-Media-Nutzung viele Gefahren beinhalte und Suchtverhalten auslösen könne. Dies sei von den Plattformen ja auch so beabsichtigt. Allerdings sehe sie "das große Problem nicht im Alter" sondern eben in fehlender Medienkompetenz. Maßnahmen etwa zur Regulierung von Plattformen oder deren Nutzung müssten daher mit einer Förderung dieser Kompetenz zusammengedacht werden: "Für uns ist wichtig, dass die Medienkompetenz nicht hinten runterfällt."

Social-Media-Kanäle seien zudem wichtige Informationsquellen für junge Menschen, hob Kirchhoff weiter hervor. Mit Blick auf ein mögliches Verbot sagte sie: "Ich glaube, da fällt eine Hauptinformationsquelle weg von Jugendlichen." Viele würden eben nicht nur "Daddeln", sondern auch zum Beispiel "den Tagesschau-Post anschauen, um zu sehen, was in der Welt los ist". Es wäre unrealistisch anzunehmen, durch ein Verbot würden Jugendliche wieder mehr Radio hören oder Zeitungen lesen, um sich über das Weltgeschehen zu informieren.

Ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche wird derzeit parteiübergreifend diskutiert. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich offen dafür. Das Bundesfamilienministerium hat eine Expertenkommission eingesetzt, die bis zum Sommer Vorschläge vorlegen soll.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

UN-Generaldebatte beginnt: Trump spricht vor Staats- und Regierungschefs

Bei den Vereinten Nationen in New York beginnt am Dienstag die Generaldebatte der Staats- und Regierungschefs (15.00 Uhr MESZ). Als einer der ersten Redner will sich US-Präsident Donald Trump an die Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten richten. Vergangenes Jahr hatte Trump die UNO frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt.

Selenskyj trifft Trump in New York

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

Große US-Sender schränken aus Protest gegen CNN-Hausverbot Trump-Berichterstattung ein

Aus Protest gegen die Hausverbote für den US-Sender CNN und andere Medien im Weißen Haus haben vier große Fernsehsender ihre Berichterstattung über Präsident Donald Trump vorerst eingeschränkt. Die Sender ABC, CBS, Fox News und NBC erklärten am Montag gemeinsam mit CNN, sie würden vorerst nicht mehr über Trump-Auftritte berichten. Das Weiße Haus startete derweil einen eigenen Streamingkanal namens Trump TV.

Macron: Gespräch mit Trump über Lage in Ukraine und im Roten Meer "konstruktiv"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Worten ein "konstruktives" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine geführt. "Ein weiteres Thema, über das wir sprachen, war die Lage im Roten Meer", sagte Macron am Montag nach dem Treffen mit Trump in New York Journalisten. "Wir hatten eine sehr gute Unterredung. Sie war sehr konstruktiv."

Textgröße ändern: