Pallade Veneta - Dramatische Eskalation in Nahost: Israel startet Großangriff auf den Iran

Dramatische Eskalation in Nahost: Israel startet Großangriff auf den Iran


Dramatische Eskalation in Nahost: Israel startet Großangriff auf den Iran
Dramatische Eskalation in Nahost: Israel startet Großangriff auf den Iran / Foto: - - SEPAH NEWS/AFP

Israel hat in einer dramatischen Eskalation der Lage in Nahost einen Großangriff auf den Iran gestartet. Der am frühen Freitagmorgen begonnene Angriff richtete sich laut israelischer Armee gegen rund hundert Ziele und traf Atom- und Militäranlagen. Israel begründete den "Präventivschlag" mit dem weit fortgeschrittenen iranischen Atomprogramm. Der iranische Armeechef Mohammed Bagheri und der Chef der Revolutionsgarden, Hussein Salami, wurden getötet. Die Führung in Teheran sprach von einer "Kriegserklärung". US-Präsident Donald Trump drohte mit "noch brutaleren" Angriffen, wenn Teheran keinen "Deal" eingehe.

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Israelische Kampfflugzeuge bombardierten ab den frühen Morgenstunden Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran, die wichtige Atomanlage Natans und mehrere Militäranlagen im Iran. In Natans traf die israelische Armee nach eigenen Angaben auch unterirdische Anlagen für die Urananreicherung.

Nach den Worten von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wurde "das Herz" des iranischen Atom- und Raketenprogramms getroffen. Nach iranischen Angaben wurden Armeechef Bagheri und der Chef der Revolutionsgarden, Salami, getötet. Das israelische Verteidigungsministerium erklärte, fast der gesamte Führungsstab der Luftwaffe der Revolutionsgarden sei "während einer Sitzung in ihrem unterirdischen Hauptquartier neutralisiert" worden. Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei ernannte bereits Nachfolger für Bagheri und Salami.

Die Angriffe richteten sich auch gegen Atom-Forscher. Nach iranischen Angaben wurden sechs Wissenschaftler getötet. In zwölf Provinzen des Landes gab es demnach mindestens 95 Verletzte.

Sowohl Israel als auch der Iran sowie mehrere Nachbarländer riegelten ihren Luftraum ab. Israel rief zeitweise den Ausnahmezustand aus. Der Iran startete noch am Freitag einen Gegenangriff und feuerte Drohnen auf israelisches Staatsgebiet ab. Zunächst war von hundert iranischen Drohnen die Rede; Israels Armee erklärte Stunden später, sie fange weiterhin Drohnen ab.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, Israel befinde sich im Konflikt mit seinem Erzfeind Iran an einem "kritischen Punkt". "Dies ist ein entscheidender Moment in der Geschichte des Staates Israel und in der Geschichte des jüdischen Volkes", erklärte Katz.

Die israelische Armee begründete den Großangriff damit, dass sich die Islamische Republik bei ihrem Atomprogramm einem "unumkehrbaren Punkt" genähert habe. In den vergangenen Monaten gesammelte Geheimdienstinformationen hätten Beweise dafür geliefert, dass Teheran inzwischen "Uran auf militärisches Niveau anreichern" und "innerhalb kurzer Zeit eine Atomwaffe" bauen könne.

Das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, drohte Israel mit folgenschweren Konsequenzen. Außenminister Abbas Araghtschi wertete den Angriff als "Kriegserklärung". Die iranische Armee erklärte, bei ihrer Reaktion werde es "keine Grenzen" geben. Auch die Revolutionsgarden kündigten Vergeltung an.

Der Iran machte zudem die USA, mit denen er derzeit über ein neues Atomabkommen verhandelt, für mögliche Folgen des israelischen Angriffs verantwortlich. Der US-Sender Fox News berichtete, Präsident Trump sei vorab von Israels Militärschlag informiert gewesen.

Am Freitag forderte der US-Präsident den Iran zu einem "Deal" auf - und drohte andernfalls mit "noch brutaleren" Angriffen. "Es hat bereits viel Tod und Zerstörung gegeben, aber es ist noch Zeit, diesem Massaker ein Ende zu setzen - wobei die nächsten bereits geplanten Angriffe noch brutaler sein werden", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. "Iran muss einen Deal schließen, bevor nichts mehr übrig ist - tun Sie es einfach, bevor es zu spät ist."

Netanjahu sagte, der israelische Militäreinsatz gegen den Iran werde "so viele Tage" dauern wie nötig. Im Laufe des Tages meldeten die iranischen Medien weitere Angriffe, unter anderem in Natans.

International löste das Vorgehen Israels große Besorgnis aus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rief die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf und warnte vor einer Destabilisierung der gesamten Region. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte, "von Vergeltungsmaßnahmen abzusehen". Auch Länder wie Saudi-Arabien, Russland, China und die Türkei warnten vor einer Eskalation.

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, mahnte, dass Atomanlagen "niemals angegriffen werden dürfen". In Natans hatten die iranischen Behörden nach den israelischen Angriffen nach Angaben der IAEA keine erhöhten Strahlenwerte gemessen. Das iranische Atomkraftwerk Buschehr und die Atomanlagen Fordo und Isfahan waren demnach nicht von den Angriffen betroffen.

J.Lubrano--PV

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