Pallade Veneta - Russland setzt Angriffe auf Ukraine unvermindert fort - Mindestens zwei Tote

Russland setzt Angriffe auf Ukraine unvermindert fort - Mindestens zwei Tote


Russland setzt Angriffe auf Ukraine unvermindert fort - Mindestens zwei Tote
Russland setzt Angriffe auf Ukraine unvermindert fort - Mindestens zwei Tote / Foto: OLEKSII FILIPPOV - AFP

Auch nach dem Vorstoß des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für neue direkte Gespräche mit Moskau hat Russland seine Angriffe auf die Ukraine mit unverminderter Härte fortgesetzt. Selenskyj verurteilte die Attacken mit Drohnen und Raketen mit landesweit mindestens zwei Toten am Montag als "Angriff auf die Menschlichkeit". Er teilte mit, dass es zudem mindestens 15 Verletzte gegeben habe, darunter ein zwölfjähriger Junge.

Textgröße ändern:

Den ukrainischen Behörden zufolge waren in der Hauptstadt Kiew sechs Stadtteile Ziele der neuen russischen Angriffe. Demnach wurden in der Nacht zum Montag unter anderem Wohngebäude, ein Supermarkt und ein Kindergarten getroffen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah neben Schäden an mehreren Gebäuden auch auf den Straßen verteilte Trümmerteile und zersplittertes Glas.

Weitere russische Angriffe wurden nach Selenskyjs Angaben zudem aus der westukrainischen Region Iwano-Frankiwsk sowie den ostukrainischen Regionen Charkiw und Sumi gemeldet. Nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr setzte Moskau insgesamt 450 Drohnen und Raketen ein.

Noch während die Rettungskräfte in Kiew die Trümmer nach weiteren Opfern durchkämmten, traf der französische Außenminister Jean-Noëll Barrot zu einem zweitägigen Solidaritätsbesuch in der ukrainischen Hauptstadt ein. Geplant waren unter anderem Treffen mit Barrots ukrainischem Kollegen Andrij Sybiga, mit Selenskyj sowie der neuen ukrainischen Regierungschefin Julia Swyrydenko.

Bei einem Besuch der ebenfalls beschädigten zentralen U-Bahn-Station Lukjaniwka verurteilte Barrot die neuen nächtlichen russischen Angriffe scharf. "Die Schutzräume selbst sind nicht mehr völlig sicher, da die Metrostation hinter mir, die als Schutzraum für die Kiewer Bevölkerung genutzt wird, angegriffen wurde", sagte er. Dies geschehe ungeachtet der jüngsten Erklärung Selenskyjs, in der er "die Bereitschaft der Ukraine zu neuen Verhandlungen mit Russland zeigt".

Der ukrainische Staatschef hatte am Wochenende vorgeschlagen, dass es in den kommenden Tagen neue Gespräche zwischen Kiew und Moskau geben solle. Zugleich bekräftigte er seine Bereitschaft zu einem persönlichen Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

IStGH-Vertragsstaaten beschließen Amtsenthebung von Chefankläger Khan

Die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) haben für die Amtsenthebung von Chefankläger Karim Khan gestimmt. Eine deutliche Mehrheit votierte am Freitag in New York dafür, den Juristen wegen "groben Fehlverhaltens" und "schwerwiegender Verletzung der Pflichten seines Amtes" seines Postens zu entheben, wie die Versammlung mitteilte. Der 56-Jährige hatte sein Amt wegen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens bereits vor gut einem Jahr niedergelegt. Khans Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen die Amtsenthebung an.

SpaceX absolviert ersten erfolgreichen Starship-Testflug seit Börsengang

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat den ersten erfolgreichen Testflug seiner Starship-Rakete seit dem Rekord-Börsengang im Juni absolviert. Die Rakete sei intakt und treibe im Ozean, erklärte Firmenchef Elon Musk am Freitag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst X. In der vergangenen Woche hatte SpaceX einen Testflug in letzter Sekunde abbrechen müssen.

Venezuela tritt aus Internationalem Strafgerichtshof aus

Die venezolanische Regierung hat den Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angekündigt. Die Regierung in Caracas habe die UNO über ihre "feste und unwiderrufliche Entscheidung" informiert, sich aus dem IStGH zurückzuziehen, erklärte der venezolanische Außenminister Félix Plasencia am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Zur Begründung führte Plasencia eine angebliche "geografische Voreingenommenheit" des Gerichtshofs gegenüber afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern an.

Kabinettsumbildung: Verfassungsrechtler Pieper kritisiert verzögerte Vereidigung

Der ehemalige Chefjurist im Bundespräsidialamt, Stefan Pieper, hat verfassungsrechtliche Bedenken am geplanten Ablauf der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigten Kabinettsumbildung geäußert. "Der saubere Weg wäre, dass die Amts- und Geschäftsübernahme erst dann erfolgt, wenn auch die Vereidigung stattgefunden hat", sagte Pieper der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). "Die Amtsgeschäfte ohne Vereidigung zu übernehmen, wäre verfassungsrechtlich unsauber", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: